In eigener Sache

Wir ziehen Bilanz

ClickCoach gibt es nun schon seit gut einem Jahr. Als ich den Blog ins Leben gerufen habe, war Corona noch kein Thema und ich wollte einfach in loser Folge über spannende IT Themen berichten, denen ich im Alltag immer wieder begegne.

Zum Jahrestag von ClickCoach

Sicher hat die Tendenz zu mehr Home Office und virtuellen Meetings den Schwerpunkt etwas verändert aber im wesentlichen bin ich meiner Ursprungsidee treu geblieben. Tatsächlich kommen mir auch jetzt noch im IT Alltag dauernd Ideen für neue Beiträge aber nicht jeder Geistesblitz wird auch gleich umgesetzt. WordPress Autoren sind ja insofern verwöhnt, dass sie über die Statistik-Funktion recht detailliertes Feedback erhalten welche Artikel ankommen und wo eher am Leser vorbei geschrieben wurde. Was auf jeden Fall klar ist: Regelmässige und interessante Beiträge sind der absolute Lebensnerv eines Blogs. Ein Ziel meinerseits ist es daher mindestes einen Beitrag pro Woche zu schreiben, was bisher aber mehr schlecht als recht geklappt hat. Genau darum habe ich jetzt den Vorschlagshammer ins Leben gerufen. Das ist eine Feedback Seite die speziell für Dich da ist. Zwar habe ich noch ein grosse Anzahl von Artikel-Pfeilern im Köcher und könnte über alles schreiben von A wie Apple über Z wie Zyxel. Doch das wichtigste ist der Leser und ClickCoach soll eine digitale Landkarte und ein virtueller Kompass im IT Dschungel sein.

It’s an IT Jungle out there…

So, genug gesülzt meinerseits. 🙂 Den nächsten Artikel bestimmst Du über den Vorschlagshammer. Denen, die von Anfang an dabei waren möchte ich an dieser Stelle für die Treue danken und neue Leser möchte ich herzlich begrüssen und dazu anhalten sich ein paar der zeitlosen Artikel anzuschauen, wie zum Beispiel Wirklich wahre Post vom Weihnachtsmann!

Euer ClickCoach

Viele neue Artikel – auch im neuen Jahr…

Modernes Telefonieren

Jetzt Telefoniekosten sparen

Die Festtage rücken näher und das bringt mich zu meinem heutigen Thema: Die Festnetznummer…

Anruf vom Nordpol?

Das Wort Festnetznummer stammt aus einer Zeit als noch strikt zwischen Festnetz und Mobilnetz unterschieden wurde. Wenn man von einer Festnetznummer sprach ging es in der Regel um eine stationäre Nummer, die fix einem Standort zugeordnet werden konnte. In der Schweiz haben solche Nummern meist kantonale Vorwahlen wie 044 oder 043 (Zürich), 031 (Bern) etc. aber auch 058 (Firmenkunden Swisscom). Dagegen gibt es Nummern aus dem Mobilnetz wie 079 (Swisscom) oder anderer Anbieter wie Salt oder Sunrise und weitere (076,078….). ‚Früher‘ konnte guten Gewissens angenommen werden, dass wenn mein Telefon einen eingehenden Anruf ankündigt und auf dem Display eine 031 Nummer steht, eine Person mit Wohnsitz in Bern anruft und zwar ziemlich sicher von zu Hause. Das höchste der Gefühle war vielleicht noch ein Funktelefon um aus dem Garten anzurufen bei einem kalten Getränk. Oft war es sogar möglich die eingehende Nummer über eine Telefonbuchsuche direkt und ortsgenau zuzuorden. Denn ‚früher‘ war es noch verbreitet und auch üblich sich offiziell ins Schweizer Telefonbuch eintragen zu lassen. Neuer Wohnort hiess dann meist auch neue Telefonnummer. Rief ein Bekannter von einer neuen Nummer an, dann war er definitiv umgezogen.

Schatz, lass und das Telefon wegwerfen…

Heute bedeuten Nummern nichts mehr und man fragt sich warum es sie überhaupt noch braucht. Wenn ich im Internet surfe gebe ich ja auch nicht die IP Adresse ein, sondern einen Namen (URL) und der wird im Hintergrund automatisch umgewandelt (DNS). So gesehen kann man die Telefonnummer als Vorläufer und Wegbereiter der IP Adresse sehen. So wie wir einer IP4 Adresse ansehen können ob der Besitzer in den USA oder China sitzt, so wissen wir auf Grund der internationalen Vorwahl ob eine Telefonnummer zur Schweiz (+41) oder zu Deutschland (+49) gehört. Aus Gewohnheit und weil sich das so etabliert hat, wird es beibehalten auch wenn Ort und Nummer nichts mehr so direkt miteinander zu tun haben. Wer über WhatsApp oder Zoom oder ähnliches telefoniert dem ist die Nummer sowieso meist schnurz, er klickt einfach auf einen Link.

Vorsicht bei den AGBs! Kündigungsfristen beachten.

Mit dem Wechsel von der analogen zur digitalen Technik sind Internet und Telefonie zusammen gewachsen. Die Nummer kann man heute mitnehmen zum neuen Telefonprovider, wenn man das möchte. Diejenigen, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind geben ohne zu Zögern die Festnetznummer ganz auf, denn sie bedeutet nur Kosten. Auf der anderen Seite wird eine Festnetznummer von vielen noch immer fälschlichweise als seriöser angesehen. Eine Firma die keine Festnetznummer hat, wird nicht von allen gleich ernst genommen. Es ist ein ‚No-Go‘ so wie wenn man keine feste Postadresse hätte. Dabei ist es sehr einfach eine solche Telefonnummer zu erhalten und diese angeblich stationären Nummern sind schon lange nicht mehr ortsgebunden. Der Werbe-Anruf der Krankenkasse auf der 031 kann genauso gut aus Indien kommen wie aus Ostermundigen. Als neue Firma könntest Dir als Wettbewerbs-Vorteil auch eine lokale Nummer in jedem Kanton lösen obwohl Du nur einen Mitarbeiter in einem fensterlosen Kellerraum in einem trostlosen Zürcher Vorort hast.

Eine lokale Festnetzummer auf der Visitenkarte wirkt seriös

Was braucht es um eine Festznetznummer zu lösen und zu nutzen?

  • Einen SIP Provider
  • Eine Kreditkarte (oder andere Zahlungsmöglichkeit)
  • Einen SIP Client (das kann ein Telefon sein oder eine Sofware)
  • Einen Internetanschluss (oder ein Mobiltelefon)

In der Schweiz empfehle ich eigentlich immer www.sipcall.ch. Ein Start ist kostenlos (ohne Verbindungskosten) möglich aber es gibt auch preiswerte Flatrate-Angebote für Vieltelefonierer.

  • Du kannst eine Nummer aus einem beliebigen Vorwahlbereich wählen aus allen 26 Kantonen (eben auch 031!)
  • Die Portiertung bestehender Nummern ist gegen einen kleine Gebühr auch möglich
  • Die Aufschaltung ist blitzschnell innert weniger Minuten erledigt

Wer ein Mobiltelefon hat installiert nachher die SipCall App auf dem Handy und schon ist man empfangsbereit und zwar egal ob man gerade am Strand auf Mallorca oder zu Hause vor dem PC sitzt.

So geht telefonieren heute…

Zusätzliche Funktionen über das Portal von www.sipcall.ch:

  • Nummern sperren (Schluss mit Krankenkassen-Werbung!)
  • Individuelle Umleitungen einrichten
  • Persönlicher Anrufbeantworter

Oft werden einem heute angeblich kostengünstige ‚Bundles‘ aufgeschwatzt, bei denen man gleichzeitig TV, Internet, Mobiltelefon, und Fixnet-Nummer abonniert mit einer mehrjährigen schwer kündbaren Vertragsanbindung. Wer aber wenig fern sieht und telefoniert sollte lieber in ein gutes Internet-Abo investieren und dann einen SIPProvider auswählen, der einen echten Mehrwert bietet und den man bei Bedarf auch wieder wechseln kann.

Es kann nicht schaden über die Festtage über das Festnetz nachzudenken. 🙂

Call you later Alligator

Fortschritt durch Innovation

Von TWiNT und anderen genialen Ideen

In der englischen Sprache gibt es das spannende Wort ‚Convenience‘. Das ist wie so viele englische Wörter inhaltlich nicht so leicht übersetzbar wie es auf den ersten Blick erscheint. In der deutschen Sprache gibt es das Konzept des einfachen und praktischen so eigentlich gar nicht. Zwar wird beim Google Uebersetzer ‚Annehmlichkeit‘ oder auch ‚Bequemlichkeit‘ als mögliche Alternative angeboten aber das trifft es nicht einmal im Ansatz. ‚Convenience Food‘ ist zum Beispiel Essen das schnell und ohne grossen Aufwand zubereitet werden kan. Meine These: In unserer schnelllebigen Zeit setzt sich Convenience durch und verändert die Art wie wir leben. Dinge die einfach sind haben Erfolg, Dinge die kompliziert sind gehen unter. Der Apple IPod hatte Erfolg aber der Microsoft Zune (wer erinnert sich noch daran?) nicht. Eine geniale Idee genügt einfach nicht wenn sie schwerfällig daher kommt. Gutes Marketing kann die Leute nicht dazu bringen sich für ein kompliziertes Konzept zu begeistern. Technologie ohne Mehrwert für den Benutzer landet früher oder später auf dem Misthaufen der Geschichte.

Der Misthaufen der Geschichte

Heute gibt es den Trend Dinge per Gesetz zu forcieren und dann zu glauben, dass die Entwicklung dann schon irgendwie von selber geschieht. So gibt es europäische Länder, die bereits ab 2030 ein Verbot für Benzin-Fahrzeuge erlassen haben ohne zu wissen ob die Technik bis dahin schon genügend Fortschritte gemacht hat um diese vollständig zu ersetzen. Der bessere Weg ist die Kraft der Innovation wirken zu lassen. Wenn das elektrische Auto ein Bedürfnis erfüllt oder eine Verbesserung bringt, dann werden es die Leute automatisch kaufen und zwar ohne, dass spezielle Gesetze und Verbote notwendig sind. Düsenjets traten den Siegeszug an während Heissluft-Ballone erlaubt blieben. Man musste die Pferdekutsche nicht verbieten um dem Auto den Durchbruch zu ermöglichen. Diese Erfindungen haben sich durchgesetzt weil sie technisch weit überlegen waren und ein Bedürfnis erfüllten. Erfüllt das elektrische Auto ein Bedürfnis? Vielleicht. Ist es dem Benziner weit überlegen? Eher nicht. Und der ‚Convenience‘ Aspekt wird schon gar nicht erfüllt. Es gibt verschiedene Ladesysteme, die zueinander nicht kompatibel sind. Es gibt kein flächendeckendes Netz der Ladestationen. Die Reichweite der E-Autos lässt noch zu wünschen übrig. Und das Laden dauert immer noch viel zu lange im Vergleich zu einem Benziner. Ich bin übrigens überhaupt kein Experte für dieses Thema und nutze es nur als Beispiel. Convenience‘ ist der Treiber für Entwicklungen und Dinge „passieren“ nicht einfach, nur weil wir sie uns per Gesetz wünschen.

weiterhin erlaubt, trotz Flugzeug

Um die These zu untermauern, hier ein paar weitere Beispiele von praktischen Erfindungen, die die Welt verändert haben oder noch verändern werden. Die Liste ist nicht vollständig und es würde mich freuen wenn ihr selber noch einige Ideen über die Kommentarfunktion beifügt:

  • Mit ‚Spotify‘ kann ich für den Preis einer CD pro Monat fast jede Musik der Welt hören und Zusatzfunktionen nutzen, die es mir erlaubt neue Lieder zu entdecken
  • Mit ‚Twint‘ kann ich (leider nur in der Schweiz) einem Kollegen innert Sekunden Geld senden. Die Ausrede ‚ich hab kein Portemonnaie‘ dabei ist damit ein Ding der Vergangenheit.
  • Dank ‚Netflix‘ ‚Sky‘ ‚Amazon‘ und Co. kann ich dann die Sendungen schauen, die mir gefallen und brauche das altbackene Fernsehen mit seiner Unterbrecherwerbung nicht mehr.
  • Rasenmäher und Staubsauger-Roboter erleichtern die Hausarbeit und lassen uns mehr Zeit für andere Dinge.
Prototyp eines Roboter-Rasenmähers beim Testlauf

Natürlich gibt es immer dann wenn die Menschen ihre Gewohnheiten ändern nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer. Die Fernsehsender sehen ihre Felle davon schwimmen weil ihnen die Zuschauer davon rennen. Die CD Verkäufe sind eingebrochen und auch die Käufe von einzelnen Musikstücken z.B. bei ITunes sind unterdessen nicht mehr interessant obwohl das selber einmal eine Innovation war! Auch der Gärtner muss vielleicht nicht mehr so oft kommen weil ein Rasenmäher-Roboter öfter und genauer mähen kann.

TWINT in einer Minute erklärt. Unbedingt schauen!

Von den genannten Beispielen finde ich Twint besonders spannend. Auich wenn es momentan vor allem eine Schweizer Lösung ist (so genial wie Ricola?), so hat es mich überzeugt weil es eben den ‚Convenience‘ Aspekt erfüllt. Jeder kann auf ganz einfache und unkomplizierte Art Geld an Kollegen überweisen. Alles was es braucht ist ein Mobiltelefon, ein Schweizer Bankkonto (Ja, die gibt’s immer noch…) und die Telefonnummer des Empfängers. War ich anfangs etwas skeptisch ob es wirklich nochmal eine neue Zahlmethode braucht bin ich nun auf Grund der Erfahrungen in meinen Umfeld zum Twint Fan geworden. Es ist zwar heute alles andere als sicher ob Twint nicht einst durch eine internationale Lösung vom Markt verdrängt wird aber es wäre auf jeden fall sehr schade. Hoffen wir, dass Twint seine ‚Convenience‘ auch in anderen Ländern etablieren kann. Ich bleibe auf jeden Fall für euch dran.

Ubuntu statt Windows

Es muss nicht immer Windows sein!

Diese Zeilen schreibe ich ausnahmsweise auf einem Intel NUC i7 mit Ubuntu. Das ist für regelmässige Leser überraschend, da ich sonst eigentlich nur mit Windows arbeite, aktuell in der angeblich letzten Version 10. Ein Treppenwitz in Redmond könnte lauten: „Mit welcher allerletzten Version von Windows 10 arbeitest Du gerade?“. Denn natürlich gibt es trotzdem laufend Updates (Build Versionen). Kritiker meinen sogar es gibt mehr Updates als je zuvor. Um so wichtiger auch mal zu schauen was die Konkurrenz macht. Es gibt ja nicht ‚das eine Unix‘ sondern diverse Versionen davon. Teilweise wird man schräg angeschaut wenn man nur schon Linux und Unix im gleichen Atemzug nennt.

Grundsätzlich aber kann heute fast jeder eine modernes Unix-basiertes Betriebssystem wie z.B. Ubuntu oder Fedora in wenigen Minuten installieren. Es ist auch spannend zu sehen wie ähnlich sich die Ubuntu und Windows Benutzer-Oberflächen unterdessen geworden sind. Jeder bedient sich beim anderen und die Grenzen sind nicht mehr so hart gezogen wie früher. Auch Microsoft veröffentlicht unterdessen gerne seine Programme auch für andere Betriebssysteme, weil man ja zum Software-Abo Modell übergegangen ist und Hauptsache die Kasse stimmt. Gemäss letzten Berichten verdient man unterdessen im Cloud-Geschäft so gut, dass man sich eine neue Grosszügigkeit gerne leistet.

Das ist ja einfach!

Vorweg ein ganz wichtiger Tipp: Nehmt bitte nicht die uralte Kiste in der Garage mit dem verstaubten Prozessor und der exotischen Grafikkarte. Schlechte Hardware bedeutet IMMER schlechte Performance. Nein, auch Ubuntu kann einen alten PC nicht auf magische Weise schneller machen. In meinem Fall hatte ich noch einen Intel NUC mit SSD und I7 Prozessor rumstehen.

Uralte PCs gehören auf den Schrott und nicht auf den Schreibtisch

Wie erwähnt gibt es diverse Unix-basierte Benutzeroberflächen und praktisch alle sind Open Source, also kostenlos. Kauft ihr also für den Test einen neuen PC ist der schon mal um die Windows Lizenz günstiger. Ich habe für meinen Selbstversuch Ubuntu gewählt und es hat mich fast von den Socken gehauen wie schnell die Installation durchgelaufen ist und wie professionell die ganze Benutzerführung aufgebaut war. Nach 10 Minuten war die Kiste am Laufen und das inklusive einem Open Source Office Paket und Web Browser. Alle Treiber funktionierten auf Anhieb und ohne spezielles Eingreifen meinerseits. Das hat aber schon auch damit zu tun, dass ich vorgängig einige Recherche betrieben habe um zu schauen ob Ubuntu den Intel NuC kennt und mag. Die Erfahrungsberichte anderer Intel NUC Enthusiasten hat mir Hoffnung gemacht und ich kann diese positiven Feedbacks zu hundert Prozent bestätigen. Intel NUC und Ubuntu, das passt zusammen wie Brot und Ententeich oder Baum und Wald oder… Ihr versteht was ich sagen will?

Wie Cola und Cuchen: Ubuntu und Intel NUC

Ebenfalls genial, ist das bei Ubuntu vorhandene Software Center, das ähnlich dem App Store bei Windows funktioniert aber mit dem Unterschied, dass keine Anmeldung und Registrierung notwendig ist. Nach dem Setup zwei Klicks und Spotify schmettert Musik aus den Boxen (Soundkarten-Treiber erkannt!).

Eine weitere Knacknuss bei Ubuntu und Co. ist, dass man zum Beispiel bei Nutzung von Netflix oder Spotify die entsprechenden DRM (Digital Rights Management) Plugins haben muss. Netflix unter Ubuntu hat mich beim ersten Start darauf hingewiesen und zack war’s installiert.

Eigentlich hatte ich mir ein längeres Projekt vorgenommen aber dann war die Installation so unkompliziert und schnell, dass ich noch am gleichen Nachmittag Zeit fand diesen Beitrag zu schreiben. Zukünftig werde ich den Ubuntu PC als Entertainment Center nutzen aber den Windows PC noch nicht rausschmeissen und für’s Briefe schreiben, Rechnungen zahlen etc. nutzen.

Das ging schnell: Ubuntu Installation in 10 Minuten

Eine Windows Lizenz kostet und das gesparte Geld kann man in bessere Hardware investieren. Für den Heimgebrauch dürfte eine Ubuntu auf jeden Fall ein vollwertiger Ersatz sein und vielleicht in einigen Bereichen sogar schneller und besser.

Kostenfalle e-mail Rechnung

Gebührenabzocke bei e-Rechnung

Immer mehr Firmen gehen dazu über Rechnungen nur noch per e-mail zu versenden. Vordergründig geht es um Umweltschutz. Wer könnte gegen eine solche Massnahme sein? Gilt man allenfalls schon als Klimaleugner wenn man das nicht so kundenfreundlich findet? Besonders störend ist, dass die Firmen auf dem Rücken der Kunden neue Gebühren einführen. Will man auf die bewährte Papierrechnung nicht verzichten ist ein Aufpreis geschuldet. Es geht dabei nicht um Kostendeckung sondern darum dem Kunden die Papierrechnung unattraktiv zu machen und schlussendlich die eigenen Kosten zu senken. Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Kleinbeiträge für Papierrechnungen, leicht verdientes Geld

Was die Firmen wissen aber nicht sagen: e-mail Rechnungen bleiben öfter liegen als Papierrechnungen. Und auch das wird wieder auf den Kunden abgewälzt. Mahngebühren von bis zu 25 Franken sind üblich und werden schon bei einem Tag Verzug auf die Rechnung geschlagen. Umweltfreundlich? Vielleicht. Kundenfreundlich? Sicher nicht.

Termin vergessen? Das wird teuer

e-mail ist kein perfektes Medium. Mails können im Spamfilter untergehen oder schlicht und einfach in der Flut der Nachrichten, die man täglich erhält übersehen werden. Nebenbei ist es in Zeiten wo Phishing Attacken etc. immer massiver werden sowieso fraglich ob e-mail Rechnungen noch sinnvoll sind. Es gibt zwar löbliche Ausnahmen, die ihre Rechnungen mit digitalen Signaturen versehen aber die meisten Anbieter scheuen die Kosten für solche effektiven aber nicht ganz günstigen Massnahmen. Und es ist sehr einfach ein Logo zu kopieren und eine fingierte Rechnung mit falschen Kontoangaben zu versenden.

Weil auch die Firmen wissen, dass e-mails untergehen können machen sie dann am Schluss der Kette eine Ausnahme und versenden weitere Mahnungen mit der Briefpost. Auch der Betreibungsbeamte kommt sicher noch persönlich? Wobei in Corona-Zeiten meldet er sich vielleicht zuerst per Videochat.

Guten Tag, ich komme wegen der vergessenen e-Rechnung!

Was kann man nun selber tun, damit die elektronischen Rechnungen nicht untergehen? Auf der einen Seite gibt es ja viele Varianten um regelmässig wiederkehrende Rechnungen zu begleichen, wie Daueraufträge / LSV / e-banking Rechnungstellung. Für die verbleibenden Rechnungen empfehle ich:

  • eine spezielle e-mail Adresse zu erstellen. Also z.B. meinerechnungen@….ch.
  • Diese Rechnung dann immer angeben bei jedem Kauf
  • Eine e-mail Regel erstellen, die das Mail in einen Ordner ‚zu bezahlen‘ umleitet
  • Mindestens einmal im Monat den Ordner kontrollieren

Zusätzliche Adressen erstellen ist nicht so schwer und muss auch nicht extra was kosten. Bei Office 365, kann man beliebige Verteiler / Aliase aufsetzen. Das sind keine Postfächer sondern einfach Zusatzadressen. In einem späteren Artikel werde ich das Vorgehen noch detaillierter ausführen.

Ganz oder gar nicht

Eine komplette Sicherheitslösung

Schon eine Weile nutze ich CyberGhost als ergänzende Sicherheitslösung. Mit CyberGhost 7 lassen sich gesicherte VPN Tunnel an entfernte Standorte aufbauen. Dies einerseits um GeoBlocking zu umgehen. GeoBlocking ist die perfide Einschränkung von verfügbaren Inhalten um die Kaufkraft der lokalen Märkte besser abschöpfen zu können. Anderseits auch um anonym zu bleiben und nicht dauernd Werbung für Waschmaschinen oder ähnliches zu erhalten nur weil man einmal kurz auf der Seite von Siemens war um eine Gebrauchsanleitung herunterzuladen. Unterdessen ist den meisten bewusst: Im Internet ist man nicht anonym unterwegs und die eigene IP Adresse ist sehr ähnlich wie früher die Telefonnummer zurück zu verfolgen. Es lassen sich Rückschlüsse ziehen auf den Inhaber: Woher kommt er, welchen Internet-Provider nutzt er und vieles mehr. CyberGhost ist nicht ganz billig aber auf jeden Fall sein Geld wert. Wer das gleiche in günstig möchte, der probiere es zum Beispiel mit dem kostenlosen Opera Browser, der sowohl einen anonymen Modus als auch einen VPN Modus direkt integriert hat.

CyberGhost - sicher ist sicher
CyberGhost – jetzt in der Version 8 erhältlich

Warum sollte ich den nun CyberGhost nutzen wenn die gleichen Funktionen teilweise auch kostenlos verfügbar sind? Bei CyberGhost wechseln die genutzten Server regelmässig, so dass diese von Netflix und Co. nicht einfach geblockt werden können. Ausserdem hat man sehr gezielt die Möglichkeit auszuwählen über welches Land man sich denn verbinden möchte. Interessiere ich mich zum Beispiel für das BBC Angebot, baue ich schnell mal eben einen Tunnel nach London auf und schon kann ich die Sperre umgehen, die sonst für Zugriffe aus dem Ausland gilt. Ich kann selber den Server wählen für die Verbindung und dabei Kriterien wie Auslastung und Region berücksichtigen oder ich kann auch CyberGhost die ganze Arbeit überlassen und die optimalste Verbindung wird über einen Algorithmus berechnet und aufgebaut. Sowieso ist alles individuell einstellbar, auch wieviel (oder wie wenig) Anonymität ich beim Surfen möchte. Habe ich doch mal wieder den Wunsch nach personifizierter Werbung, kann ich die Stufe der Sicherheit und Privatsphäre jederzeit entsprechend herunterschrauben.

Neue Waschmachine?
Darf’s mal wieder eine neue Waschmaschine sein?

Heute möchte ich speziell noch die Beta Version von CyberGhost 8 erwähnen, die aber eigentlich schon so stabil und fehlerlos läuft, dass man nicht wirklich von einer Testversion sprechen kann. Was ist neu, was bleibt gleich?

Bei der Sicherheit sollte ein möglichst ganzheitlicher Ansatz gefahren werden, denn was hilft es wenn ich einen VPN Client nutze aber keinen vernünftigen Virenscanner installiert habe? Genau hier setzt die CyberGhost 8 Beta an, denn es wurde eine strategische Partnerschaft mit Intego eingegangen. Intego ist bekannt als einer der besten Virenscanner für MacOS, hat aber auch klammheimlich seine Fühler in die Windows-Welt ausgestreckt. Neu ist im CyberGhost Abo kostenlos eine Windows Version des Intego Virenscanner Clients integriert. Was mir hier gefällt ist die aufgeräumte und sehr benutzerfreundliche Oberfläche bei der alle wichtigen Punkte zusammengefasst und auch intelligent erklärt sind.

Neben der Neuheit mit Intego ist CyberGhost 8 sehr modular aufgebaut und in folgende Hauptfunktionen unterteilt:

  • Dashboard / Gesamtübersicht – wie gut bin ich geschützt?
  • VPN – das bewährte Modul, bereits aus Version 7 bekannt.
  • Privacy Guard – Schutz der Privatsphäre, Reduktion der Sichtbarkeit im Internet
  • Security Updater – Sucht und findet Sicherheitslücken und veraltete Programmversionen
  • Intego Antivirus (bereits erwähnt)
Intego AntiVirus für Windows ist in der CyberGhost 8 Beta enthalten

Microsoft und auch andere Hersteller sind dazu übergegangen Sicherheitsfunktionen wie Antivirus, Privatsphären-Schutz, Spyware-Schutz etc. kostenlos zu integrieren. Das ist löblich, weil wir wissen, dass Hackerangriffe, Ransomware-Attacken, Phishing und andere Gefahren immer mehr auf dem Vormarsch sind. Für den Benutzer ist das aber kompliziertes Flickwerk und nur wenige haben Zeit und Lust sich mit den teils recht unübersichtlichen Gratis-Programmen auseinanderzusetzen. Eine sehr beliebte Form der Phishing-Attacke sind bekanntlich Webseiten, die beim Surfen aufgehen und das Ende der Welt ankündigen im Stile von: „Ihr PC ist infiziert! Handeln Sie jetzt bevor es zu spät ist! Klicken Sie hier und laden Sie Supersichersaugut Virenschutz herunter für nur 49.90!“ Warum haben solche hinterhältigen Methoden immer noch Erfolg obwohl Firmen und Schulen immer wieder darüber aufklären? Weil die Programme zum Schutz noch zu wenig integriert, zu wenig benutzerfreundlich und zu schlecht sind. Als Folge davon sind die Nutzer verunsichert und suchen begreiflicherweise nach Alternativen. Besser ist es eine echte und wirklich sichere Alternative wie CyberGhost zu nutzen, statt auf falsche Versprechungen von irgendwelchen Raubrittern und Banditen im Internet zu setzen. Mit der Version 8 ist CyberGhost ein grosser Wurf gelungen, den ich nur empfehlen kann. Wenn die Vollversion so gut wird wie die Beta, dann ist meine Empfehlung auf jeden Fall sicher.

Hilfe aus der Ferne

Es ist eine Weile vergangen, seit ich den letzten Beitrag geschrieben habe. Schuld daran war der besonders schöne Sommer, so wie mein lauschiger Gartensitzplatz. Doch jetzt wo der Herbst sich langsam ankündigt wird es Zeit wieder in die Tasten zu greifen. Letzmals schrieb ich zum Thema Phishing und Ausbeutung von Senioren durch dreiste Betrüger.

Der Garten muss jetzt warten...
Der Garten muss jetzt warten…

Doch manchmal kommt es wirklich vor, dass man gerne aus der Ferne helfen würde und dann kommt die Frage welches Programm dafür am geeignesten ist. Für Personen die täglich den PC nutzen und für den er ein wichtiges Arbeitsinstrument ist, sind es oft bereits vorhanden Programme wie Microsoft Teams. Der Vorteil: Man kann von einem Chat in einen Anruf wechseln und dann gleich weiter zur Bildschirmpräsentation. Alles ganz toll, aber leider nicht für jede Situation geeignet.

Nicht immer möglich... das Headset.
Nicht immer mögiich… das Headset.

Es fängt damit an, dass viele dieser Programme ein Headset (Kopfhörer und Mikrofon) voraussetzen und eben auch ein minimales Wissen über die Bedienung eines PC’s. Sehr oft laufen aber die Verbindungen über mehrer Kanäle, also ein Anruf über das Handy während man gleichzeitig am PC ein Problem beschreiben muss. Sehr oft erlebe ich dann, dass schon einfache Dinge eine Unterstützung unmöglich machen oder dass ein grosser Teil des Anrufes damit vebracht wird, das Programm zu erklären statt zu helfen. In solchen Fällen helfen dann leider auch detailliert vorbereitete Anleitungen nicht. Das Headset ist verschwunden, nicht eingesteckt, der Treiber geht nicht etc.

Darum braucht es Programme und Abläufe die mit ganz wenigen Klicks funktionieren oder im Extremfall sogar gar keine Intervention des Benutzers benötigen.

Ich möchte hier zwei Programme speziell hervorheben:

ISL Online für KMU Support ideal
ISL Online – für KMU Support ideal www.isonline.com

ISL Online (www.islonline.com) hat sich darauf spezialisiert Fernwartungslösungen anzubieten und richtet sich dabei vor allem an kleinere Unternehmen und Einzelpersonen. Die Preismodelle sind sehr flexibel und es gibt auch ein 14-Tage Version, die komplett kostenlos ist.

Das geht so:

  • Der Supporter eröffnet eine neue Sitzung und erhält einen Supportcode
  • Der Supporter teilt dem Hilfesuchenden den Sitzungscode mit
  • Auf der Seite von ISL gibt der Hilfesuchende den Code ein und lädt gleichzeitig den ISL Light Client herunter und führt ihn aus
  • Der Supporter startet ebenfalls den ISL Light Client und verbindet sich mit dem PC des Hilfesuchenden
  • Nach der Sitzung wird der Code ungültig und eine weitere Verbindung ist nicht möglich

Die Gefahr ist bei dieser Methode, dass dringende Anrufe oder e-mails von angeblichen „Supportern“ eintreffen um vermeintlich entdeckte Probleme zu lösen. Wer mit dem ISL Client auf den PC verbunden ist kann dort alles machen und auch Daten abzügeln oder Schadsoftware installieren. Die Nutzung eines solchen Clients setzt ein hohes Vertrauen zwischen beiden Parteien voraus. Sie eignet sich nur dort wo das Gegenüber einem direkt bekannt ist. Anonyme Kanäle sollten unbedingt vermieden werden. ISL unterstützt als zusätzliche Sicherheit auch noch eine Zwei-Faktor Authentisierung über eine App, die aber vorher aktiviert werden muss.

Nun gibt es das aber manchmal, dass selbst das Installieren und Ausführen eines Programmes eine für die zu unterstützende Person eine zu hohe Hürde darstellt. Das kann bei Gelegenheitsnutzern, die den PC nur sehr selten und dann für ganz bestimmte Aufgaben nutzen der Fall sein. Dann kann es ratsam sein die Software vorzuinstallieren damit für den Fernzugriff nichts anderes notwendig ist, als dass der PC eingeschaltet ist. Auch das liesse sich noch vereinfachen (Stichwort: Wake On Lan) aber dass ist ein Thema für ein anderes Mal.

www.remoteutitilies.com - für private Unterstützung.
www.remoteutilities.com für private Unterstützung

Es gibt mit Remote Utilities (www.remoteutilites.com) eine kostenlose Variante, mit der bis maximal 10 PCs verwaltet werden können. Dazu muss man einfach einmalig eine Lizenz bei Anbieter anfordern und diese erhält man dann 5 Minuten später. Die Lizenz wird aktiviert und los gehts.

Wie funktioniert es:

  • Das Hostprogramm wird beim Hilfesuchenden installiert. Das geschieht am besten vor Ort und in Absprache damit der Benutzer versteht, dass nun ein Fernzugriff möglich ist.
  • Das Fernwartungsprogramm wird auf dem PC des Supporters installiert. Es gibt auch einen portablen Client, der ohne Installation funktioniert.
  • Der Zugriff erfolgt dabei über ein gemeinsam festgelegtes Paswort. Dieses Passwort ist unabhängig vom Logon Passwort und muss nach der Konfiguration auch nicht mehr eingegeben werden.

Ein paar Vorteile:

  • Mit Remote Utilities ist auch ein Zugriff auf den Windows Logon Bildschirm möglich, d.h. die Sitzung überdauert auch einen Logoff des Nutzers.
  • Dem Benutzer wird über einen akustischen Ton und ein Blinken mitgeteilt wenn jemand verbunden ist. Es gibt also kein ‚heimliches Mitschauen‘
  • Es kann eingestellt werden ob der Nutzer den Zugriff vorab noch bewilligen muss

Welches Programm ist nun das Bessere? Ich habe beide getestet und es kommt auf die Situation an.

Was ist besser? Es kommt drauf an.
Was ist besser? Es kommt drauf an.

Im professionellen Umfeld, wenn sie als KMU Supporter eine Unterstützung leisten wollen würde ich eher ISL Online empfehlen. Das Preismodell ist flexibel und reisst kein Loch in die Firmenkasse.

Wenn es um privaten Support geht, würde ich eher auf remoteutilities setzen.

Wichtig ist aber bei beiden Programmen, dass eine Schulung und Information über die Risiken der Fernwartung statt findet. Als Supporter schaut man dabei praktischerweise über die Schulter des Anwenders und sieht was er sieht. Das sollte aber nicht leichtfertig oder unbeaufsichtigt passieren. Und vor allem dürfen niemals Passwörter weitergegeben werden.

  • Immer den Supporter zuerst über eine bekannte Nummer telefonisch kontaktieren und den genauen Zeitpunkt definieren
  • Nie den Supporter unbeaufsichtig am PC arbeiten lassen
  • Wenn sich Drittpersonen „im Auftrag von“ melden, nicht reagieren oder das Telefon aufhängen
  • Anonyme Kanäle meiden (keine e-mail Links anklicken!)
  • Zweifel ist ihr Freund! Nicht alles glauben was erzählt wird und lieber einmal zuviel nachfragen.
Fernwartung

Phishing vereiteln

Gemeinsam gegen Internet Betrüger

Manchmal sieht man ja Newsbeiträge, kratzt sich kurz am Kopf und denkt „Hmmm… ist das wirklich so passiert?“. Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben oder als nahe Verwandte und nach Geldbeträgen verlangen und damit auch tatsächlich „Erfolg“ haben! Gerade ältere Personen sind im Fokus von solchen extrem gemeinen Aktionen. Es gibt aus meiner Sicht keinen grösseren Abschaum als Menschen, die sich an der Gutgläubigkeit von älteren oder schwächeren Mitbürgern bereichern.

Heute soll es um eine spezielle Variante dieser fiesen und hinterhältigen Masche gehen. Das Phishing über das Internet. Wir besuche also eine Seite und plötzlich gibt es da ein Pop-Up und eine Meldung „Ihr Computer ist gefährdet, handeln Sie jetzt!“ Vielleicht ist noch eine Telefonnummer hinterlegt, wo bereits „Microsoft Mitarbeiter“ warten um zu „helfen“.

Kriminelle Abzocker lauern im Internet

Ich habe letzhin spasseshalber auf eine solche Nummer angerufen und sogleich antwortete mir ein „Peter“ in gebrochenem Deutsch… Kann sein, dass mir dann das eine oder andere Kraftwort über die Lippen gekommen ist. Es gibt wirklich aus meiner Sicht nichts was schlimmer ist als diese hinterhältige Abzocke.

Was man gerne zu Abzockern sagen würde….

Nun gut, jetzt kommt die Frage wie wir uns effektiv gegen eine Ausbeutung schützen können. Ein Antivirus Programm hilft nur beschränkt, da es in der Regel erst eingreift wenn der Schaden schon passiert ist. Die Websiten sind ja nicht virenverseucht sondern täuschen einfach falsche Tatsachen vor. Man soll/darf/muss dann schon bald seine Kreditkarten-Daten angeben um eine vermeintliche Bedrohung abzuwenden!

OpenDNS gehört zu Cisco aber ist kostenlos…

Ich habe gute Erfahrungen mit OpenDNS.com gemacht. Das Unternehmen wurde zwar vom Netzwerk-Giganten Cisco gekauft aber der Basisdienst mit der Abwehr der Phishing Sites is weiterhin kostenlos. Was gefällt mir an OpenDNS? Es ist sehr ‚Low Tech‘, was bedeutet, dass die technischen Hürden sehr tief sind und es praktisch jeder nutzen kann. Alles was man tun muss, ist als DNS Server die Einträge von OpenDNS übernehmen und schon ist man einiges sicherer als vorher im Internet unterwegs. Ursprünglich hatte ich mir den Service als Kinder- und Familienschutz gegen Seiten für Erwachsene angeschaut. Das Problem dort ist, dass ja die meisten Teenager relativ einfach den Schutz umgehen können indem sie andere DNS Server eintragen. Aber bei Senioren, die von irgendwelchen hinterhältigen Betrügern über’s Ohr gehauen werden, ist das nicht das Problem.

Wie funktioniert das?

  • Man löst ein Konto bei OpenDNS
  • Man definiert über das WebPortal die Schutzstufe (Tief, Mittel, Hoch)
  • Man setzt auf dem Netzwerk die DNS Einstellungen, so dass nur die Server von Open DNS verwendet werden

Wenn ich nun im Browser z.B. http://www.casinowinnner.com eingebe, dann wird OpenDNS zuerst prüfen ob die aufgerufene Site in eine der blockierten Kategorien (z.B. Glücksspiel) fällt. Wenn ja, wird der Zugriff nicht erlaubt. So kann den Mistkerlen, die versuchen alte Leute auszunutzen das Handwerk ohne grosse technische Installationen gelegt werden. Für solche Sachen würde man sonst eine teure Firewall mit Abo brauchen. OpenDNS ist bis jetzt aber vollkommen kostenlos.

Danke OpenDNS, dass ihr mithelft das Internet auch für die ältere Generation sicher zu machen und gleichzeitig Betrügern und Profiteuren das Leben schwer macht.

Liebe Blog-Leser, probiert es bitte aus unter http://www.opendns.com und sagt es auch weiter!

Einfach Einfach Einfach

Kinderleichter Mesh WLAN Setup in 5 Minuten

Als IT Spezialist teste ich ab und zu gerne ein neues technisches „Spielzeug“. Dabei merke ich schnell ob mich ein Konzept überzeugt oder ob mehr Geld für Marketing als für Produktentwicklung ausgegeben wurde. Manchmal leuchtet eine Idee sofort ein und man fragt sich wieso niemand früher darauf gekommen ist. Die wasserdichte Tastatur von Logitech, die man im Geschirrspüler reinigen kann: Genial! Warum es das Produkt heute nicht mehr zu kaufen gibt, bleibt mir ein Rätsel. Vermutlich weil man dann nie wieder eine andere Tastatur kaufen muss?

Viren weg, dank abwaschbarer Tastatur!

Gähnend langweilig finde ich persönlich alle Tests bei denen Kennzahlen verglichen werden. War jetzt die neue Solid State Disk im Lese/Schreibtest ein paar Millisekunden schneller als der Konkurrent? Ok, sicher braucht es solche Vergleiche auch aber spannend ist das nicht wirklich.

Gerade bei PCs und Peripherie-Geräten gibt es doch heute eine riesige Fülle von Anbietern, deren Produkte kaum mehr zu unterscheiden sind. Würde ich für einen Tag den Hut eines Produkt-Entwicklers aufsetzen, dann wären meine Fragen: „Was ist der Mehrwert für den Käufer? Was unterscheidet mich von der Masse? Warum soll ich A kaufen und nicht B?“

So viele Anbieter, doch was kaufe ich?

Und die wichtigste Frage nach dem Kauf ist sicher: Würde ich das Produkt wieder kaufen? Würde ich es einem Bekannten oder Familienmitglied empfehlen?

In letzter Zeit habe ich mich aus verschiedenen Gründen mit dem Thema „Mesh WLAN“ auseinander gesetzt. Also die Möglichkeit WLAN in die hinterste Ecke des Hauses oder der Wohnung zu bringen und zwar so, dass man mehrere Access Points an verschiedenen strategischen Orten verteilt um keine „Funklöcher“ enstehen zu lassen. Zwar kann man heute mehr oder weniger überall ins Internet indem man sein eigenes Handy zum Hotspot macht. Aber zu Hause möchte dann doch eine stabile, schnelle und permanente Verbindung. Mit 5G Mobilfunk wird das vermutlich in ein paar Jahren kein Thema mehr sein. Aber Mesh WLAN sind heute klar ein Bedürfnis, was man an der Vielzahl der Anbieter in diesem Bereich sieht.

WLAN endlich im ganzen Haus, dank WLAN Mesh Netzwerken

Heute ist ja jeder ein kleiner IT Spezialist. Zumindest so lange bis er oder sie dann mit starrem Blick und kopfkratzend vor dem neuem WLAN Repeater steht und sich fragt warum es nicht so einfach ist, wie es in der Werbung gezeigt wurde. Es gibt eben wie überall ein paar Dinge zu beachten damit es ‚einfach funktioniert‘. Das bringt mich nun zu meinen aktuellen und nicht repräsentativen Produkt-Test. Das WLAN Mesh Netzwerk von PLUME ist wirklich einfach und kann von jedem in ca. 5 bis 10 Minuten in Betrieb genommen werden.

WLAN Setup Zeit: 5 bis 10 Minuten
  • PLUME Pod 1 wird mit LAN Kabel an den Router angeschlossen und in die Steckdose gesteckt
  • PLUME Pod 2,3,4,5…. (und so weiter) werden strategisch in der Wohnung, bzw. im Gebäude verteilt.
  • Mit der mitgelieferten App wird das WLAN benannt und ein Passwort gesetzt
  • Verbinden und fertig

PLUME (zu deutsch Feder) ist:

  • EINFACH aufzusetzen
  • EINFACH zu nutzen
  • EINFACH zu erweitern
PLUME bedeutet Feder. Federleicht ist auch der Setup von PLUME WLAN

Nun hatte ich vorgängig verschiedene Tests zu Plume gelesen in Fachpublikationen und dabei gab’s natürlich verschiedene kritische Stimmen. So wurde zum Beispiel angekreidet, dass die Reichweite der einzelnen Pods nicht so gross ist. Oder, dass man ein Cloud Konto benötigt und dadurch Informationen über das Surfverhalten an Plume gelangen.

Trotzdem hat mich das Produkt restlos überzeugt. Weil es wirklich so einfach im Setup und Betrieb ist. Und weil ich auch nachträglich über die App noch jederzeit den Status überprüfen kann. Mit jedem Handy von überall und jederzeit. Eine Erweiterung ist ebenfalls kinderleicht: Weiteren Pod kaufen, einstecken, in App andocken und fertig. Plume ist selbstlernend und erkennt den neuen Pod in kürzester Zeit.

Alle Pods im Ueberblick, PLUME App sei dank

Bei Plume stimmen alle Details. Zum Beispiel kann man den einzelnen Pods Namen geben, indem man sich mit dem Handy dem Pod nähert. Der Pod wird erkannt und man gibt am Handy den neuen Namen ein! Das ist echte Benutzerfreundlichkeit. Die Entwickler haben sich wirklich etwas überlegt und nicht einfach eine pseudo-einfache Web-Oberfläche gebastelt, wie es andere Hersteller so gerne tun.

So genug der Lobhudelei… Ich muss jetzt nach diesem längeren Artikel wieder mal meine Logitech Tastatur unter den Wasserhahn legen. Für grössere Büro-Umgebungen mit professionellen Ansprüchen gibt es übrigens auch noch Unify Ubiquity, aber dazu später mehr.

Goldene Zeiten für KMU

Bei der IT haben KMU die Nase vorn, dank Cloud Lösungen

KMU Betriebe leiden besonders unter der Corona-Krise. Zumindest lesen wir das jeden Tag in der einen oder anderen Zeitung. Ob es stimmt? KMU Betriebe haben in der Regel keine grossen finanziellen Reserven und ein unerwartetes Ereignis kann schnell katastrophale Ausmasse erreichen bis hin zum Konkurs. Auf der anderen Seite ist es eben der KMU Bonus, dass man recht flexibel auf Krisen reagieren kann. Viel flexibler als es Grossbetriebe können, die ja diversen Regulierungen und vielleicht sogar Gesamtarbeitsverträgen unterstellt sind.

Golden Zeiten für KMU, dank Cloud Diensten

Warum ich das anspreche? Die IT Landschaft hat sich in den letzten Jahren sehr zu Gunsten der kleinen und mittleren Betriebe verändert. Früher gab es zwar auch KMU Angebote. So konnte man den Small Business Server von Microsoft kaufen, der es einem unter anderem erlaubte einen eigenes Mailsystem zu installieren und zu betreiben. Die Lizenzen waren aber begrenzt und es brauchte doch noch eine rechte Menge an IT Wissen um das stabil und sicher zu betreiben. Doch dann kamen die Cloud Dienste.

KMU haben dank Cloud die Nase vorn!

Ich behaupte: Cloud Dienste nützen vor allem kleinen und mittleren Firmen und führen zu einem sogenannten ‚Level Playing Field‘. Professionell wirkende Websites sind mit wenigen Mauslicks erstellt und sehen teilweise sogar besser aus, als das was man von grösseren Firmen gewohnt ist. Statt xyz124578@gmail.com kann heute eine personalisierte Adresse meinname@meinefirma.ch aufgeschaltet werden und das in Stunden, nicht Tagen oder Wochen. Natürlich braucht es noch immer ein Wissen für die Zusammenhänge und meistens ist es effizienter einen IT Spezialisten zu engagieren, statt sich selber in die Materie einzuarbeiten. Auf der anderen Seite hält noch immer die Ueberregulation viele grössere Firmen davon ab sich ganz ins Cloud Abenteuer zu stürzen und von den Skalen-Effekten zu profitieren. Lieber wurstelt man selber weiter und migriert alle paar Jahre die Systeme wieder auf die neueste Version. Dabei kann eine grosse Firma von Office 365 mindestes genau so viel wenn nicht mehr profitieren als ein KMU Betrieb. Aber gerne versteckt man sich hinter den Rechtsanwälten und wartet erst mal ab.

Office 365 – ein Segen für kleine und grosse Betriebe!

Grosse Firmen sollten wieder mehr versuchen wie KMU zu denken un zu handen und auch mal ein System einfach ausprobieren, statt zuerst Dutzende von Sitzungen abzuhalten auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau. Nur um dann abzuwinken und so weiter zu machen wie bisher. Weil niemand die Verantwortung für Veränderungen übernehmen will.

Als KMU ist es aber so: Sie brauchen eine Lösung zu einem bestimmten Thema, sie googlen danach, sie machen einen Test von ein zwei Anbietern und dann wird entschieden und ausgeführt. Es gibt kaum mehr grosse Vorabinvestitionen, da die meisten Anbieter auf monatliche Kosten umgestellt haben. Es sind wirklich goldene Zeiten für KMU!