Im Westen was Neues

die Jagd nach dem Platzhirsch

Immer öfter findet man auf der Fernbedienung des TV Gerätes einen ‚Netflix‘ Knopf.

Push the button?

Damit kann direkt am Fernsehbildschirm auf das Streaming Angebot zugegriffen werden sofern man denn über ein Netflix Abo verfügt. Die Eingabe des Benutzernames und des Passwortes erfolgt dabei über eine eingeblendete Bildschirm-Tastatur. Natürlich braucht der Fernseher dazu eine Internet-Verbindung, meistens über ein bestehendes WLAN Netzwerk. Diese Verbindung muss schnell genug sein, damit Filme und Serien ruckelfrei und möglichst hochauflösend angezeigt werden können. Wenn sie es nicht ist, kann allenfalls ein gutes WLAN Mesh Netzwerk weiterhelfen.

Soweit, so gut. Im Westen nichts Neues (bei Prime) Aber warum muss es eigentlich ein Netflix Knopf sein? Das Netflix Angebot ist in der Schweiz zu teuer und das Angebot wird zu selten um gute Filme und Serien erweitert. Bei manchen der von Netflix selbst produzierten Serien wird leider etwas zu sehr auf Quantität statt Qualität gesetzt.

Platzhirsch Netflix vs. Sky, Amazon etc.

Unterdessen gibt es neben dem Platzhirsch Netflix noch ganz viele Streaming-Anbieter, wie zum Beispiel:

Sky verfügt über ein breites und gutes Angebot mit vielen HBO Serien und die Eigenproduktionen wirken ebenfalls professioneller. Wer auch über den Fernseher auf Sky zugreifen möchte, kann seit kurzem einen Sky TV Stick erwerben.

Und so sieht er aus:

Er kommt in einer schlichten Box (mit eigener Fernbedienung) und es is keine Anleitung dabei. Braucht es auch nicht. So nimmt man das Teil in ca. 10 Minuten in Betrieb:

  • Anschluss an einen freien HDMI Eingang am Fernseher
  • Strombezug entweder über USB Anschluss am Fernseher oder über mitgeliefertes Netzteil
  • Fernseher einschalten und über Menü die WLAN und die Sky Logindaten eingeben
  • Schauen!

Der TV Knopf ist mit Zatoo verknüpft. Die ersten 2 Monate sind beim Kauf des TV Sticks geschenkt, nachher kann man selber entscheiden ob es weitergeführt werden soll.

Der TV Stick läuft mit Android, was bedeutet, dass man über ein verknüpftes Google Konto bei Bedarf auch weitere Apps installieren und am TV Bildschirm ausführen kann. Habe ich aber ehrlich gesagt bisher noch nicht getestet, weil keinen Bedarf.

Den Netflix Knopf kann man ja nachher überkleben.

ClickCoach Basteltipp 12: Netflix Button überkleben

Area 52 (E-ID)

Ueber Identität im Netz

Schon bald wird in der Schweiz über die elektronische Identität abgestimmt, die E-ID. Ein guter Anlass um über Sicherheit im Netz nachzudenken!

Was ist eine E-ID?

Die Meinungsbildung gestaltet sich dabei als schwierig weil es sich um ein komplexes Thema handelt. Ich persönlich bin dafür. Und zwar nicht weil ich glaube, dass es sich um ein besonders innovatives Gesetz handelt sondern weil bei Annahme ein Innovationschub die Schweizer IT Branche erfassen würde. Aber warum geht es überhaupt?

Schon heute ist es möglich den Anmeldeprozess bei einer Website teilweise auszulagern. Dabei wird Authentisierung „Wer bin ich?“ von Autorisierung „Was darf ich?“ getrennt.

  • Ein ‚Service Provider‘ ist zum Beispiel ein Onlineshop, der einen Dienst anbietet.
  • Ein ‚Identity Provider‘ ist ein Dienstleister, der die Identitäten (Logins) erstellt, überprüft und verwaltet.
Ein Login, verschiedene Dienste

Ein einziges Login (Single SignOn) beim Online Shop für Elektronik oder beim Buchclub um die Ecke, das geht jetzt schon. Heute geschieht das meistens mit Facebook, Google, Apple oder Microsoft. Logge ich zum Beispiel bei digitec.ch ein habe ich die Wahl zwischen mehreren „Identity Providern“. Wem das nicht gefällt, der hat aber auch die Möglichkeit ein Konto direkt bei Digitec.ch zu eröffnen und nicht über Facebook und Co. zu gehen.

Geht denn Single-SignOn nur mit grossen amerikanischen Technologiekonzernen? Nein, überhaupt nicht. Beispiele aus der Schweiz sind:

Warum braucht’s jetzt das E-ID Gesetz wenn das doch schon alles vorhanden ist und funktioniert?

Die e-ID: Segen oder Fluch?

Die E-ID geht über das bereits bestehende hinaus indem es mit einer standardisierten Identitätsprüfung verknüpft wird. Die „Identity Provider“ stellen die Identität der angemeldeten Person sicher indem sie diese beim Bundesamt für Justiz abklären. Zudem überwacht und kontrolliert der Staat die Identity Provider, was heute eben nicht wirklich der Fall ist. Damit erhält die E-ID das staatliche Gütesiegel. Tatsächlich könnte die Identität natürlich auch anderweitig sicher gestellt werden ohne Mitwirkung des Staates. Auch das wird heute schon gemacht und ohne Gesetz. Löse ich heute zum Beispiel ein Handyabo muss ich meine ID über eine App einscannen und hochladen. Will ich bei einem Onlineshop auf Rechnung kaufen kann er vorher mein Zahlungsfähigkeit beim ZEK anfragen.

Die E-ID ist keine bahnbrechende Neuerung. Sie bringt einen standardisierten Ansatz in einem Bereich wo es heute schon viele gute Lösungen gibt. Die meisten Dienstanbieter warten beim Thema Digitalisierung zum Glück nicht auf den Staat sondern entwickeln innovative eigene Ideen. Aber nicht alle haben die finanziellen Mittel und Möglichkeiten um selber von Grund auf eine Lösung zu entwickeln. Die kleineren und mittleren Onlineshops im Internet werden bei Annahme E-ID auf eine standardisierte und allgemein akzeptierte Variante vertrauen können und werden dadurch gestärkt.

Diskutiert wird im Abstimmungskampf wie weit private Firmen die Aufgaben des Staates übernehmen sollen und ob die E-ID technisch genug durchdacht und auch sicher genug ist. Das sind Nebenschauplätze. In Wahrheit geht es um den Technologiestandort Schweiz, der mit dem Gesetz gestärkt werden soll. Ein Nein stärkt dagegen nicht den Staat sondern die grossen privaten Anbieter.

Zum Schluss noch der nicht ganz ernst gemeinte Vergleich der E-ID mit der titelgebenden Area 52. Man weiss, da ist etwas aber nicht genau was….

Und es gibt sie doch!

Keine Zigarre?

Heute: 10 Tipps für den neuen PC

Im Englischen gibt es den Ausdruck „Close, but no Cigar“. Damit ist gemeint, der zweite gewinnt keinen Blumentopf. Ein Ziel wurde fast erreicht aber eben doch nicht ganz. Kurz vor dem Berggipfel müssen wir umdrehen….

10 Tipps für den neuen PC

Der Markanteil von Windows betrug Ende 2020 im Desktop Markt um die 75 Prozent, dicht gefolgt von Mac OS mit um die 16 Prozent. Der Rest verteilt sich auf diverse Linux Versionen, Chrome OS und andere. Woran liegt es, dass sich Linux bisher bei den PC Verkäufen nicht im grossen Stil hat durchsetzen können? Es dürfte ein klassisches Huhn-Ei Problem sein. Die Auswahl an professionellen Software-Programmen macht den entscheidenden Unterschied. Mit Ubuntu gibt es eine Linux Variante, die schon ganz nahe am Ziel ist.

Ich habe mir selber vor einiger Zeit einen Zweit-PC mit Ubuntu installiert und war positiv überrascht wie einfach alles funktioniert hat und wie praktisch alles für den End-User aufgebaut war. Es gab natürlich das eine oder andere Aergernis, dass mit ein bisschen Recherche vorher meinerseits gut hätte vermieden werden können. Diese 10 Tipps sollen euch helfen, mit Ubuntu schneller und effektiver zu starten.

Schneller zum Ziel…
  • Ubuntu Tipp 1:
    • Eine LTS Version installieren. Also nicht die neuste Version wählen (20.10 aktuell) sondern lieber 20.04 (LTS). LTS steht für Long Term Support was heisst, dass man auch nach vielen Jahren noch Unterstützung für die Version findet und auch schneller zu kompatibler Software und aktuellen Treibern kommt.
    • Ein Beispiel dazu: Ubuntu 20.10 unterstützt leider bis heute meinen Canon Tintenstrahldrucker nicht aber unter 20.04 hat jemand einen Treiber dafür geschrieben. Siehe auch https://ubuntu.com/about/release-cycle
  • Ubuntu Tipp 2:
    • Die Hardware ist genau wie bei Windows sehr wichtig. Investiere die gesparte Windows Lizenz in einen aktuellen Intel Prozessor oder eine bessere Grafikkarte. Kaufe keine exotische Hardware, für die dann gar keine Treiber verfügbar sind. Warum nicht ein schnuckeliger Mini-PC von Intel?
  • Ubuntu Tipp 3:
    • Nicht zu sehr auf Office fixieren. Erstens wird zu Ubuntu eine kostenlose Version von Open Office mitgeliefert. Open Office Dateien sind kompatibel zu Microsoft Office. Ich kann problemlos meine Word Dateien im Open Office öffnen und weiter bearbeiten. Zweitens kann jeder der ein Office 365 Abo hat die Dateien direkt in einem Browser (Firefox, Opera, Chrome…) bearbeiten.
  • Ubuntu Tipp 4:
    • Alternativen suchen. Videoschnitt, PDF Editor, Musikprogramme, Bildbearbeitung etc. Für fast alles gibt es mehrere Linux Varianten, die ebenbürtig sind oder besser.
  • Ubuntu Tipp 5:
    • Herstellerseiten prüfen. Wusstest Du, dass beliebte und verbreitete Programme wie Zoom oder Teams auch für Ubuntu unterstützt werden? Schau direkt beim Hersteller ob eine Linux Variante verfügbar ist. Wenn es keine gibt, frag danach.
Huhn oder Ei? Du entscheidest.
  • Ubuntu Tipp 6:
    • Alten Windows PC behalten. Es wird trotz allem Programme geben, die (noch) nicht auf Ubuntu laufen. Will ich wegen ein oder zwei Programmen die Möglichkeit mit Ubuntu zu arbeiten aufgeben? Einfacher ist es in einen USB Switch zu investieren und die staubige Windows-Kiste nur bei Bedarf aufzustarten.
  • Ubuntu Tipp 7:
    • Die Cloud ist Dein Freund. Cloud-Anbieter wie Spotify, Apple+ etc. wollen so viele Nutzer wie möglich erreichen und daher unterstützen sie direkt oder indirekt die Nutzung Ihrer Angebote auf Linux Systemen. Es gibt offizielle Linux Clients von CyberGhost, Spotify, Teams, Zoom und vielen mehr!
  • Ubuntu Tipp 8:
    • Lerne von anderen. Da Ubuntu immer beliebter wird findest Du die Lösung zu einem Problem (gibt es einen Treiber für xyz? Wie installiere ich Software abc?) meistens schnell auf einem der Ubuntu Community Seiten, oft mit detaillierter Schritt-für-Schritt Anleitung.
  • Ubuntu Tipp 10:
    • Nutze Dual-Boot. Du kannst Ubuntu neben Deinem Windows Betriebsystem installieren und beim Aufstarten zwischen den Systemen wählen.
Vom kleinen Licht zum Feuerwerk – Sei ein Ubuntu Pionier

Hast Du bereits Erfahrungen mit anderen Betriebsystemen gemacht? Hast Du eine Frage an den Coach? Nutze unseren Hammer um an der Diskussion teilzuhaben.

Pinky und Brain

Das selbe wie jeden Abend?

Mein Internet ist langsam, was kann ich dagegen tun?

Blog Leser B. aus W. (Name der Redaktion bekannnt).

Wer kennt noch diese beiden symphatischen von Spielberg erfundenen Mäusehelden aus den 90er Jahren?

Die beiden versuchen jeden Abend auf’s Neue die Welt zu beherrschen und scheitern dabei immer wieder grandios.

Folgendes berühmte Zitat haben die Mäusehelden dabei leider nicht berücksichtigt:

Die Definition von Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei andere Resultate zu erwarten.

Albert Einstein

Wenn das Internet ‚langsam‘ ist, dann ist bei vielen der erste Reflex das Abo zu erhöhen. Das geht oft schnell über einen Telefonanruf beim Support oder ein paar Klicks auf der Website des Anbieters.

Dann kommt die Ernüchterung: Es ist nicht schneller geworden! Was jetzt? Eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit? So würde Pinky handeln. Eine andere Variante wäre jetzt die Erhöhung wieder rückgängig zu machen weil es ja nichts gebracht hat.

Achtung: Manche Anbieter führen Upgrades kostenlos und sofort durch aber machen diese nur kostenpflichtig und mit Wartefrist wieder rückgängig.

Vorisicht vor Kostenfallen!

Aber was würde Brain tun oder Einstein? Als erstes sollten wir uns die Frage stellen was langsam ist. Stockt der Netflix Film immer mal wieder? Dauert es lange bis eine bestimmte Seite angezeigt wird? Wenn es der Netflix Film ist, kann es auch sein, dass der PC eine ältere Grafikkarte oder einen zu langsamen Prozessor hat. Da können wir die Internet-Geschwindigkeit erhöhen und erhöhen und es bleibt doch langsam. Ein guter Weg um das festzustellen ist es einfach mal über einen anderen PC zu versuchen.

Im Beitrag Speedy Gonzales habe ich das Thema des Flaschenhalses angesprochen. Eine 10GB Internetleitung ist Perlen vor die Säue geworfen wenn wir über eine langsame WLAN Verbindung ins Netz gehen. Nur wenn alle Komponenten die gleiche Geschwindigkeit unterstützen kann die volle Leistung erzielt werden. Das geht vom eigenen PC über den Netzwerkanschluss bis zum Server auf der anderen Seite.

Wo sind meine Perlen?

Im Beitrag Licht ins Dunkel erkläre ich wie man sein eigenes Heimnetzwerk ausleuchtet. Selbst wenn man nicht eine Grossfamile hat oder in einer WG lebt, kann das nützlich sein um zu erkennen was die Internetbandbreite schmälert. Holt sich der „intelligente“ Kühlschrank alle 15 Minuten ein Firmware Update beim Hersteller und blockiert somit meinen Netflix-Abend mit Freunden?

Ein weiterer Punkt sind ‚Helferprogramme‘ oder ähnliches auf dem eigenen System oder im Heimnetzwerk. Es kann sein, dass ein Antivirus Programm so eingestellt ist, dass es täglich einen kompletten Scan des PCs auf Schadsoftware durchführt. Das benötigt aber Prozessorleistung und die fehlt dann an anderen Orten. Nicht das Internet ist langsam, sondern der PC! Es gibt auch notorische Bandbreiten-Staubsauger wie Steam oder BitTorrent. Diese sind so eingestellt, dass die Internetleitung möglichst effektiv genutzt wird. Im „Nach mir die Sintflut“ Modus, nutzen sie dann 100 Prozent der Bandbreite und es ist nicht mehr möglich vernünftig Filme zu schauen bei Netflix und Co.

Das heisst nicht, dass ein Abowechsel zu einem besseren Angebot nicht sinnvoll wäre. Wenn zu tieferen Monatskosten die gleiche oder sogar höhere Bandbreite verfügbar ist, dann lohnt es sich oft zuzugreifen und gutes Geld zu sparen.

Konfuzus, der Weise spricht: Ohne Not da wechsle nicht.

Zusammengefasst nochmal diese Tipps:

  • Flaschenhälse identifizieren (LAN statt WLAN)
  • Helferprogramme und Bandbreiten-Fresser deaktivieren
  • Auf aktuelle Hardware achten
  • Den PC als Bremser ausschliessen (anderen PC ausprobieren)

Habt ihr euch auch schon ein schnelleres Internet gewünscht? Was sind eure Erfahrungen mit Internet Anbietern? Verwendet den Vorschlagshammer um eure Ideen einzubringen.

Zeit ist Geld

Take it easy

Lieber ClickCoach: Gibt es beim genialen Produkt ‚Plume‘ (Mesh Netzwerk) nur Vorteile oder wann würdest Du es eher nicht empfehlen?

Frage an den ClickCoach von Blog-Leserin G. aus U. (Name der Redaktion bekannt)

In einem früheren Beitrag habe ich über Plume berichtet. Das ist ein Mesh WLAN, dass durch sein elegantes Design und den einfachen Setup beeindruckt. Mesh WLAN ist ein Marketing Ausdruck für ein „intelligentes“ WLAN bei dem mehrere Access Points sich automatisch miteinander verbinden und ein möglichst flächendeckendes Netz bilden. Es gibt hier unterdessen sehr viele Anbieter und Produkte aber persönlich gefällt mir Plume sehr gut weil es eben in ca. 5 Minuten in Betrieb genommen werden kann.

Plume gibt’s schon länger (das Video ist von 2018) und es wird stetig weiter entwickelt. Gerade die Einfachheit macht es zum Verkaufsschlager. Auch ich bin immer noch ein Fan und was ich hier Berichte ist aus Praxistests und nicht einfach nachgebetet aus Produkt-Prospekten. Aber wie jedes Produkt gibt es auch die ‚dunkle Seite‘ (Die Macht ist stark in Dir Luke…)

Plume selbst spricht von ‚Adaptive Wifi‘ und hat gemäss eigenen Angaben bereits über 20 Millionen Haushalte erreicht. Plume ‚lernt‘ welche Geräte angeschlossen sind, welche Websiten besucht werden und nutzt das Gelernte um die WLAN Verbindungen stetig zu verbessern.

Das ist ja einfach! Wo ist der Haken?

Im Klartext heisst das, es ist ein ‚Phone Home‘ Produkt, dass Informationen an die Firma Plume weitergibt. Was macht Plume mit den Daten? Keine Ahnung weil, das steht nirgends so genau. Ich habe mir die Mühe gemacht den ‚Legal Disclaimer‘ (auch bekannt als CYA (Cover your Ass) zu lesen auf der Plume Website und da wird es klarer:

„You acknowledge and agree that Plume reserves the right to, and may from time to time, monitor any and all information transmitted or received through the Plume HomePass Services for operational and other purposes“

Wenn man Plume kauft ist fast immer ein ‚HomePass‘ Abo schon dabei. Plume unterscheidet zwischen einem ‚aktiven‘ Modus (ständige Optimierung) und einem passiven Modus. Passiv bedeutet, das Abo ist abgelaufen und es wird nicht mehr „optimiert“. Aber: Das HomePass Abo beinhaltet eben auch viele Sicherheits-Features und filtert gefährliche Internet-Seiten. Aber seit Spiderman wissen wir: ‚mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung‘ Man übergibt hier ein Stück Verantwortung an den Hersteller und hofft, dass er es schon gut machen wird. Das ist aber eigentlich immer so, egal ob ich telefoniere, Zeitung lese oder Kreuzworträtsel beantworte. Wenn ich einen Service nutze muss ich mich auf den Anbieter verlassen können, sonst kaufe ich das Produkt nicht. Aus diesem Grund bleiben viele bei Swisscom und wechseln nicht weil ‚man sich kennt‘ und auf das Image vertraut. Darum stufe ich das nicht als sehr negativ ein, denn ein Anbieter der sehr viele Kunden hat wird seine Reputation schützen wollen und sich gut überlegen was er tut sonst ist er schnell weg vom Fenster. Wichtiger wäre sowieso beim Surfen im Internet nicht alles zu glauben.

Eignet sich Plume auch für das Büro?

Plume ist für Heimnetzwerke entwickelt worden und im Business Umfeld kann es sein, dass es nicht sofort funktioniert wie es in der Werbung versprochen wird (Staun!). Hier ein paar Tipps meinerseits:

  • Plume hat nebem den ‚Automatic‘ Mode für das Netzwerk noch einen ‚Router Mode‘. Dieser findet sich in der App im Untermenü ‚Adapt‘ versteckt hinter dem Zahnradsymbol. Dann vergibt Plume selber IP Adressen an verbunden Geräte.
  • Die beschriebene ‚Phone Home‘ Funktion kann nur funktionieren wenn die Seiten unter ‚*.plumenet.io‘ am Router nicht blockiert werden. Zu Hause kein Problem, im Büro oft eben schon.
  • Ein Plume Gerät ist klein und mobil. Ich kann es zu Hause ausstecken und dann im Ferienhaus wieder anschliessen und es läuft einfach. Es sollten aber unbedingt alle Geräte am gleichen Standort sein, da sie ja sonst kein Netz bilden können!
  • Den Plume nur mit Einverständnis oder in eigenen Räumlichkeiten anschliessen (also nicht im Büro ein eigenes WLAN installieren weil’s so praktisch ist). Sonst gibt’s Aerger mit dem Admin!

Ich würde ehrlich gesagt Plume auch nicht für grössere Umgebungen empfehlen, dafür ist es meiner Meinung nach auch nicht entwickelt worden. Hier gibt es bessere Lösungen wie zum Beispiel Ubiquiti. Aber in Kleinbetrieben kann es durchaus eine sinnvolle Lösung sein weil man das einfach und schnell in Betrieb nehmen kann.

Fazit: Plume ist kein Security Produkt. Es geht um ‚Convenience‘, es soll einfach sein. Dafür zahlt man einen gewissen Preis in zweierlei Hinsicht, den es ist auch nicht das günstigste Produkt auf dem Markt. Aber die eigene Zeit ist auch etwas wert, oder?

Hast Du selber Erfahrungen mit Plume gemacht oder hast ein anderes Thema, dass Dich interessiert? Schreib es dem Coach über den Vorschlagshammer.

„Wir können den Wind nicht ändern aber wir können die Segel richtig setzen.“

–Aristoteles

Licht ins Dunkel

Ein Netzwerkscanner, sie alle zu finden

Letzte Woche hatten wir die neue Leserseite vorgestellt, bei der ihr selber Themen vorschlagen könnt. Die dort gestellten Fragen werde ich an dieser Stelle regelmässig aufgreifen und beanworten.

Das Netzwerk entdecken

„Ich habe die Uebersicht über mein Heimnetzwerk verloren. Wie finde ich heraus welche Geräte bei mir im Netz gerade aktiv sind?“

Frage an den Coach von A. aus Z.

Diese Frage von A. aus Z. (Name der Redaktion bekannt) ist sehr spannend und ein gutes Thema für den Coach. Tatsächlich besteht die Tendenz, dass heute alles vernetzt ist, von der Kaffeemaschine über den Kühlschrank bis zum Teesieb. Alles ist heute ‚Smart‘ was bedeutet, dass es auf irgendeine Art mit dem Internet oder zu neudeutsch mit der allumfassenden ‚Cloud‘ verbunden ist. Oft genügt es das Gerät mit einem LAN Kabel oder über WLAN an den Router oder Switch anzuschliessen. Anders als im geschäftlichen Umfeld sind die Netze zu Hause meistens offen:

  • Die Netzwerkanschlüsse sind offen und jedes Gerät kann angeschlossen werden
  • Der Router vergibt automatisch eine IP Adresse
  • Die Firewall (wenn es eine gibt) lässt ausgehenden Traffic ohne Einschränkungen zu
Einstecken und nutzen – aber was dann?

Bei Computern setzen sich langsam aber sicher auch zu Hause einige Minimalstandards durch auch bedingt durch die vielen Medienberichte zu Cyberattacken. Die sogenannte ‚Awareness‘ stellt sich ein, was einfach heisst, dass man sich der Gefahr bewusst ist. Diese Vorsichtsmassnahmen sind sicher zu empfehlen:

  • Aktuelles Antivirusprogramm
  • Firewall einschalten
  • Softwareupdates regelmässig einspielen
  • Keine leicht zu erratenden Passwörter
Kleine Mittel, grosse Wirkung

Bei IoT (Internet der Dinge) sollten diese Punkte auch beachtet werden aber auf Grund fehlender Standards und einer grossen Anzahl von Anbietern ist es einiges schwieriger hier die Uebersicht zu behalten. Der erste Schritt dazu ist überhaupt zu wissen was sich gerade alles im eigenen Heimnetzwerk tummelt.

Am besten ist es, solche Sachen laufend zu dokumentieren bei Neuanschaffungen und gleich aufzuschreiben aber das geht natürlich im Trubel gerne mal vergessen. Doch nicht verzagen, es gibt Tools um das versäumte auch später noch nachzuholen.

Nmap ist ein kostenloses Open Source Tool für Network Mapping. Zenmap ist ein GUI für die Bedienung des Tools und es eignet sich absolut auch für Anfänger auf diesem Gebiet.

Das Netzwerk ausleuchten mit Zenmap

Bitte das Tool nicht in fremden Netzen (zum Beispiel bei der Arbeit) laufen lassen, ausser Du möchtest den Netzwerkadministrator näher kennen lernen. Ein Portscan ist ein Hinweis auf eine Cyberattacke und wenn er entdeckt wird könnten unangenehme Fragen gestellt werden! Zu Hause bist Du selbst der Chef deines LANs und darfst scannen nach Herzenslust.

Sehr viele Heimnetzwerke nutzen einen privaten IP Range im Bereich 192.168.0.0/24. Diese Adressen werden vom Internet Router vergeben, den man meistens ‚kostenlos‘ vom Provider zum Abo erhalten hat (also über das Abo mitbezahlt / mietet).

Nach dem Download und der Installation von Zenmap wird eine spartanische aber effektive Benutzeroberfläche präsentiert:

Dein Netzwerk, das unbekannte Wesen!

Nach Eingabe einiger weniger Angaben kann es losgehen:

  1. Das Ziel ist ihr lokales Netzwerk. 192.168.0.0/24 dürfte bei vielen ein guter Startpunkt sein.
  2. Die Art des Scans bestimmt einerseits die Dauer aber auch welche Art von Informationen abgefragt werden. Für einen schnellen Ueberblick eignet sich der ‚Quick Scan‘. Ein ‚Intense Scan‘ geht tiefer, dauert aber auch einiges länger.
  3. Ein Klick auf ‚Scan‘ startet den Prozess.
Wadde hadde Du da?

Und so könnte es aussehen…

  1. Wir sehen die IP Adressen aller momentan aktiven Geräte im Netz. Ausgeschaltete Geräte werden nicht angezeigt.
  2. Für jedes Gerät sehen wir die offenen Ports. Port 53 ist zum Beispiel ein DNS Port.

Wenn ein Port (Dienst) offen ist im internen Netz ist das erstmal nicht schlimm. Die meisten Geräte bieten ja irgendwas und man muss sich damit verbinden können. Der Port 53 ist hier zum Beispiel offen weil ein Router DNS Abfragen für die internen Geräte auflösen muss. Weniger gut ist es wenn man von aussen auf das Gerät kommt und vielleicht noch ohne ein Passwort. Ein Beispiel ist eine Baby-Webcam, die das Kinderzimmer im Auge behält. Da möchte man nicht, dass fremde Augen mitschauen oder mithören. Oder ein e-mail Server über den anonyme Nutzer aus dem Internet Spam verschicken. Auch das kann man testen aber dazu schreiben ich nächstes Mal mehr.

Für’s erste möchte ich euch an Herz legen:

  • Installiert euch den Scanner
  • Lasst ihn in eurem internen Netz laufen
  • Macht euch ein Bild von den Geräten und Diensten, die bei euch aktiv sind
  • Nutzt die Feiertage um Passwörter zu wechseln und Software auf den neuesten Stand zu bringen

Ist euch beim Scannen des eigenen Netzwerkes etwas ungewöhnliches aufgefallen? Habt ihr Geräte gefunden, von denen ihr gar nichts gewusst habt? Nutzt euer Nachbar euer WLAN mit? Schreibt dem Coach oder nutzt den Vorschlaghammer.

„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“

–Albert Camus.

Modernes Telefonieren

Jetzt Telefoniekosten sparen

Die Festtage rücken näher und das bringt mich zu meinem heutigen Thema: Die Festnetznummer…

Anruf vom Nordpol?

Das Wort Festnetznummer stammt aus einer Zeit als noch strikt zwischen Festnetz und Mobilnetz unterschieden wurde. Wenn man von einer Festnetznummer sprach ging es in der Regel um eine stationäre Nummer, die fix einem Standort zugeordnet werden konnte. In der Schweiz haben solche Nummern meist kantonale Vorwahlen wie 044 oder 043 (Zürich), 031 (Bern) etc. aber auch 058 (Firmenkunden Swisscom). Dagegen gibt es Nummern aus dem Mobilnetz wie 079 (Swisscom) oder anderer Anbieter wie Salt oder Sunrise und weitere (076,078….). ‚Früher‘ konnte guten Gewissens angenommen werden, dass wenn mein Telefon einen eingehenden Anruf ankündigt und auf dem Display eine 031 Nummer steht, eine Person mit Wohnsitz in Bern anruft und zwar ziemlich sicher von zu Hause. Das höchste der Gefühle war vielleicht noch ein Funktelefon um aus dem Garten anzurufen bei einem kalten Getränk. Oft war es sogar möglich die eingehende Nummer über eine Telefonbuchsuche direkt und ortsgenau zuzuorden. Denn ‚früher‘ war es noch verbreitet und auch üblich sich offiziell ins Schweizer Telefonbuch eintragen zu lassen. Neuer Wohnort hiess dann meist auch neue Telefonnummer. Rief ein Bekannter von einer neuen Nummer an, dann war er definitiv umgezogen.

Schatz, lass und das Telefon wegwerfen…

Heute bedeuten Nummern nichts mehr und man fragt sich warum es sie überhaupt noch braucht. Wenn ich im Internet surfe gebe ich ja auch nicht die IP Adresse ein, sondern einen Namen (URL) und der wird im Hintergrund automatisch umgewandelt (DNS). So gesehen kann man die Telefonnummer als Vorläufer und Wegbereiter der IP Adresse sehen. So wie wir einer IP4 Adresse ansehen können ob der Besitzer in den USA oder China sitzt, so wissen wir auf Grund der internationalen Vorwahl ob eine Telefonnummer zur Schweiz (+41) oder zu Deutschland (+49) gehört. Aus Gewohnheit und weil sich das so etabliert hat, wird es beibehalten auch wenn Ort und Nummer nichts mehr so direkt miteinander zu tun haben. Wer über WhatsApp oder Zoom oder ähnliches telefoniert dem ist die Nummer sowieso meist schnurz, er klickt einfach auf einen Link.

Vorsicht bei den AGBs! Kündigungsfristen beachten.

Mit dem Wechsel von der analogen zur digitalen Technik sind Internet und Telefonie zusammen gewachsen. Die Nummer kann man heute mitnehmen zum neuen Telefonprovider, wenn man das möchte. Diejenigen, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind geben ohne zu Zögern die Festnetznummer ganz auf, denn sie bedeutet nur Kosten. Auf der anderen Seite wird eine Festnetznummer von vielen noch immer fälschlichweise als seriöser angesehen. Eine Firma die keine Festnetznummer hat, wird nicht von allen gleich ernst genommen. Es ist ein ‚No-Go‘ so wie wenn man keine feste Postadresse hätte. Dabei ist es sehr einfach eine solche Telefonnummer zu erhalten und diese angeblich stationären Nummern sind schon lange nicht mehr ortsgebunden. Der Werbe-Anruf der Krankenkasse auf der 031 kann genauso gut aus Indien kommen wie aus Ostermundigen. Als neue Firma könntest Dir als Wettbewerbs-Vorteil auch eine lokale Nummer in jedem Kanton lösen obwohl Du nur einen Mitarbeiter in einem fensterlosen Kellerraum in einem trostlosen Zürcher Vorort hast.

Eine lokale Festnetzummer auf der Visitenkarte wirkt seriös

Was braucht es um eine Festznetznummer zu lösen und zu nutzen?

  • Einen SIP Provider
  • Eine Kreditkarte (oder andere Zahlungsmöglichkeit)
  • Einen SIP Client (das kann ein Telefon sein oder eine Sofware)
  • Einen Internetanschluss (oder ein Mobiltelefon)

In der Schweiz empfehle ich eigentlich immer www.sipcall.ch. Ein Start ist kostenlos (ohne Verbindungskosten) möglich aber es gibt auch preiswerte Flatrate-Angebote für Vieltelefonierer.

  • Du kannst eine Nummer aus einem beliebigen Vorwahlbereich wählen aus allen 26 Kantonen (eben auch 031!)
  • Die Portiertung bestehender Nummern ist gegen einen kleine Gebühr auch möglich
  • Die Aufschaltung ist blitzschnell innert weniger Minuten erledigt

Wer ein Mobiltelefon hat installiert nachher die SipCall App auf dem Handy und schon ist man empfangsbereit und zwar egal ob man gerade am Strand auf Mallorca oder zu Hause vor dem PC sitzt.

So geht telefonieren heute…

Zusätzliche Funktionen über das Portal von www.sipcall.ch:

  • Nummern sperren (Schluss mit Krankenkassen-Werbung!)
  • Individuelle Umleitungen einrichten
  • Persönlicher Anrufbeantworter

Oft werden einem heute angeblich kostengünstige ‚Bundles‘ aufgeschwatzt, bei denen man gleichzeitig TV, Internet, Mobiltelefon, und Fixnet-Nummer abonniert mit einer mehrjährigen schwer kündbaren Vertragsanbindung. Wer aber wenig fern sieht und telefoniert sollte lieber in ein gutes Internet-Abo investieren und dann einen SIPProvider auswählen, der einen echten Mehrwert bietet und den man bei Bedarf auch wieder wechseln kann.

Es kann nicht schaden über die Festtage über das Festnetz nachzudenken. 🙂

Call you later Alligator

Fortschritt durch Innovation

Von TWiNT und anderen genialen Ideen

In der englischen Sprache gibt es das spannende Wort ‚Convenience‘. Das ist wie so viele englische Wörter inhaltlich nicht so leicht übersetzbar wie es auf den ersten Blick erscheint. In der deutschen Sprache gibt es das Konzept des einfachen und praktischen so eigentlich gar nicht. Zwar wird beim Google Uebersetzer ‚Annehmlichkeit‘ oder auch ‚Bequemlichkeit‘ als mögliche Alternative angeboten aber das trifft es nicht einmal im Ansatz. ‚Convenience Food‘ ist zum Beispiel Essen das schnell und ohne grossen Aufwand zubereitet werden kan. Meine These: In unserer schnelllebigen Zeit setzt sich Convenience durch und verändert die Art wie wir leben. Dinge die einfach sind haben Erfolg, Dinge die kompliziert sind gehen unter. Der Apple IPod hatte Erfolg aber der Microsoft Zune (wer erinnert sich noch daran?) nicht. Eine geniale Idee genügt einfach nicht wenn sie schwerfällig daher kommt. Gutes Marketing kann die Leute nicht dazu bringen sich für ein kompliziertes Konzept zu begeistern. Technologie ohne Mehrwert für den Benutzer landet früher oder später auf dem Misthaufen der Geschichte.

Der Misthaufen der Geschichte

Heute gibt es den Trend Dinge per Gesetz zu forcieren und dann zu glauben, dass die Entwicklung dann schon irgendwie von selber geschieht. So gibt es europäische Länder, die bereits ab 2030 ein Verbot für Benzin-Fahrzeuge erlassen haben ohne zu wissen ob die Technik bis dahin schon genügend Fortschritte gemacht hat um diese vollständig zu ersetzen. Der bessere Weg ist die Kraft der Innovation wirken zu lassen. Wenn das elektrische Auto ein Bedürfnis erfüllt oder eine Verbesserung bringt, dann werden es die Leute automatisch kaufen und zwar ohne, dass spezielle Gesetze und Verbote notwendig sind. Düsenjets traten den Siegeszug an während Heissluft-Ballone erlaubt blieben. Man musste die Pferdekutsche nicht verbieten um dem Auto den Durchbruch zu ermöglichen. Diese Erfindungen haben sich durchgesetzt weil sie technisch weit überlegen waren und ein Bedürfnis erfüllten. Erfüllt das elektrische Auto ein Bedürfnis? Vielleicht. Ist es dem Benziner weit überlegen? Eher nicht. Und der ‚Convenience‘ Aspekt wird schon gar nicht erfüllt. Es gibt verschiedene Ladesysteme, die zueinander nicht kompatibel sind. Es gibt kein flächendeckendes Netz der Ladestationen. Die Reichweite der E-Autos lässt noch zu wünschen übrig. Und das Laden dauert immer noch viel zu lange im Vergleich zu einem Benziner. Ich bin übrigens überhaupt kein Experte für dieses Thema und nutze es nur als Beispiel. Convenience‘ ist der Treiber für Entwicklungen und Dinge „passieren“ nicht einfach, nur weil wir sie uns per Gesetz wünschen.

weiterhin erlaubt, trotz Flugzeug

Um die These zu untermauern, hier ein paar weitere Beispiele von praktischen Erfindungen, die die Welt verändert haben oder noch verändern werden. Die Liste ist nicht vollständig und es würde mich freuen wenn ihr selber noch einige Ideen über die Kommentarfunktion beifügt:

  • Mit ‚Spotify‘ kann ich für den Preis einer CD pro Monat fast jede Musik der Welt hören und Zusatzfunktionen nutzen, die es mir erlaubt neue Lieder zu entdecken
  • Mit ‚Twint‘ kann ich (leider nur in der Schweiz) einem Kollegen innert Sekunden Geld senden. Die Ausrede ‚ich hab kein Portemonnaie‘ dabei ist damit ein Ding der Vergangenheit.
  • Dank ‚Netflix‘ ‚Sky‘ ‚Amazon‘ und Co. kann ich dann die Sendungen schauen, die mir gefallen und brauche das altbackene Fernsehen mit seiner Unterbrecherwerbung nicht mehr.
  • Rasenmäher und Staubsauger-Roboter erleichtern die Hausarbeit und lassen uns mehr Zeit für andere Dinge.
Prototyp eines Roboter-Rasenmähers beim Testlauf

Natürlich gibt es immer dann wenn die Menschen ihre Gewohnheiten ändern nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer. Die Fernsehsender sehen ihre Felle davon schwimmen weil ihnen die Zuschauer davon rennen. Die CD Verkäufe sind eingebrochen und auch die Käufe von einzelnen Musikstücken z.B. bei ITunes sind unterdessen nicht mehr interessant obwohl das selber einmal eine Innovation war! Auch der Gärtner muss vielleicht nicht mehr so oft kommen weil ein Rasenmäher-Roboter öfter und genauer mähen kann.

TWINT in einer Minute erklärt. Unbedingt schauen!

Von den genannten Beispielen finde ich Twint besonders spannend. Auich wenn es momentan vor allem eine Schweizer Lösung ist (so genial wie Ricola?), so hat es mich überzeugt weil es eben den ‚Convenience‘ Aspekt erfüllt. Jeder kann auf ganz einfache und unkomplizierte Art Geld an Kollegen überweisen. Alles was es braucht ist ein Mobiltelefon, ein Schweizer Bankkonto (Ja, die gibt’s immer noch…) und die Telefonnummer des Empfängers. War ich anfangs etwas skeptisch ob es wirklich nochmal eine neue Zahlmethode braucht bin ich nun auf Grund der Erfahrungen in meinen Umfeld zum Twint Fan geworden. Es ist zwar heute alles andere als sicher ob Twint nicht einst durch eine internationale Lösung vom Markt verdrängt wird aber es wäre auf jeden fall sehr schade. Hoffen wir, dass Twint seine ‚Convenience‘ auch in anderen Ländern etablieren kann. Ich bleibe auf jeden Fall für euch dran.

Phishing vereiteln

Gemeinsam gegen Internet Betrüger

Manchmal sieht man ja Newsbeiträge, kratzt sich kurz am Kopf und denkt „Hmmm… ist das wirklich so passiert?“. Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben oder als nahe Verwandte und nach Geldbeträgen verlangen und damit auch tatsächlich „Erfolg“ haben! Gerade ältere Personen sind im Fokus von solchen extrem gemeinen Aktionen. Es gibt aus meiner Sicht keinen grösseren Abschaum als Menschen, die sich an der Gutgläubigkeit von älteren oder schwächeren Mitbürgern bereichern.

Heute soll es um eine spezielle Variante dieser fiesen und hinterhältigen Masche gehen. Das Phishing über das Internet. Wir besuche also eine Seite und plötzlich gibt es da ein Pop-Up und eine Meldung „Ihr Computer ist gefährdet, handeln Sie jetzt!“ Vielleicht ist noch eine Telefonnummer hinterlegt, wo bereits „Microsoft Mitarbeiter“ warten um zu „helfen“.

Kriminelle Abzocker lauern im Internet

Ich habe letzhin spasseshalber auf eine solche Nummer angerufen und sogleich antwortete mir ein „Peter“ in gebrochenem Deutsch… Kann sein, dass mir dann das eine oder andere Kraftwort über die Lippen gekommen ist. Es gibt wirklich aus meiner Sicht nichts was schlimmer ist als diese hinterhältige Abzocke.

Was man gerne zu Abzockern sagen würde….

Nun gut, jetzt kommt die Frage wie wir uns effektiv gegen eine Ausbeutung schützen können. Ein Antivirus Programm hilft nur beschränkt, da es in der Regel erst eingreift wenn der Schaden schon passiert ist. Die Websiten sind ja nicht virenverseucht sondern täuschen einfach falsche Tatsachen vor. Man soll/darf/muss dann schon bald seine Kreditkarten-Daten angeben um eine vermeintliche Bedrohung abzuwenden!

OpenDNS gehört zu Cisco aber ist kostenlos…

Ich habe gute Erfahrungen mit OpenDNS.com gemacht. Das Unternehmen wurde zwar vom Netzwerk-Giganten Cisco gekauft aber der Basisdienst mit der Abwehr der Phishing Sites is weiterhin kostenlos. Was gefällt mir an OpenDNS? Es ist sehr ‚Low Tech‘, was bedeutet, dass die technischen Hürden sehr tief sind und es praktisch jeder nutzen kann. Alles was man tun muss, ist als DNS Server die Einträge von OpenDNS übernehmen und schon ist man einiges sicherer als vorher im Internet unterwegs. Ursprünglich hatte ich mir den Service als Kinder- und Familienschutz gegen Seiten für Erwachsene angeschaut. Das Problem dort ist, dass ja die meisten Teenager relativ einfach den Schutz umgehen können indem sie andere DNS Server eintragen. Aber bei Senioren, die von irgendwelchen hinterhältigen Betrügern über’s Ohr gehauen werden, ist das nicht das Problem.

Wie funktioniert das?

  • Man löst ein Konto bei OpenDNS
  • Man definiert über das WebPortal die Schutzstufe (Tief, Mittel, Hoch)
  • Man setzt auf dem Netzwerk die DNS Einstellungen, so dass nur die Server von Open DNS verwendet werden

Wenn ich nun im Browser z.B. http://www.casinowinnner.com eingebe, dann wird OpenDNS zuerst prüfen ob die aufgerufene Site in eine der blockierten Kategorien (z.B. Glücksspiel) fällt. Wenn ja, wird der Zugriff nicht erlaubt. So kann den Mistkerlen, die versuchen alte Leute auszunutzen das Handwerk ohne grosse technische Installationen gelegt werden. Für solche Sachen würde man sonst eine teure Firewall mit Abo brauchen. OpenDNS ist bis jetzt aber vollkommen kostenlos.

Danke OpenDNS, dass ihr mithelft das Internet auch für die ältere Generation sicher zu machen und gleichzeitig Betrügern und Profiteuren das Leben schwer macht.

Liebe Blog-Leser, probiert es bitte aus unter http://www.opendns.com und sagt es auch weiter!

Einfach Einfach Einfach

Kinderleichter Mesh WLAN Setup in 5 Minuten

Als IT Spezialist teste ich ab und zu gerne ein neues technisches „Spielzeug“. Dabei merke ich schnell ob mich ein Konzept überzeugt oder ob mehr Geld für Marketing als für Produktentwicklung ausgegeben wurde. Manchmal leuchtet eine Idee sofort ein und man fragt sich wieso niemand früher darauf gekommen ist. Die wasserdichte Tastatur von Logitech, die man im Geschirrspüler reinigen kann: Genial! Warum es das Produkt heute nicht mehr zu kaufen gibt, bleibt mir ein Rätsel. Vermutlich weil man dann nie wieder eine andere Tastatur kaufen muss?

Viren weg, dank abwaschbarer Tastatur!

Gähnend langweilig finde ich persönlich alle Tests bei denen Kennzahlen verglichen werden. War jetzt die neue Solid State Disk im Lese/Schreibtest ein paar Millisekunden schneller als der Konkurrent? Ok, sicher braucht es solche Vergleiche auch aber spannend ist das nicht wirklich.

Gerade bei PCs und Peripherie-Geräten gibt es doch heute eine riesige Fülle von Anbietern, deren Produkte kaum mehr zu unterscheiden sind. Würde ich für einen Tag den Hut eines Produkt-Entwicklers aufsetzen, dann wären meine Fragen: „Was ist der Mehrwert für den Käufer? Was unterscheidet mich von der Masse? Warum soll ich A kaufen und nicht B?“

So viele Anbieter, doch was kaufe ich?

Und die wichtigste Frage nach dem Kauf ist sicher: Würde ich das Produkt wieder kaufen? Würde ich es einem Bekannten oder Familienmitglied empfehlen?

In letzter Zeit habe ich mich aus verschiedenen Gründen mit dem Thema „Mesh WLAN“ auseinander gesetzt. Also die Möglichkeit WLAN in die hinterste Ecke des Hauses oder der Wohnung zu bringen und zwar so, dass man mehrere Access Points an verschiedenen strategischen Orten verteilt um keine „Funklöcher“ enstehen zu lassen. Zwar kann man heute mehr oder weniger überall ins Internet indem man sein eigenes Handy zum Hotspot macht. Aber zu Hause möchte dann doch eine stabile, schnelle und permanente Verbindung. Mit 5G Mobilfunk wird das vermutlich in ein paar Jahren kein Thema mehr sein. Aber Mesh WLAN sind heute klar ein Bedürfnis, was man an der Vielzahl der Anbieter in diesem Bereich sieht.

WLAN endlich im ganzen Haus, dank WLAN Mesh Netzwerken

Heute ist ja jeder ein kleiner IT Spezialist. Zumindest so lange bis er oder sie dann mit starrem Blick und kopfkratzend vor dem neuem WLAN Repeater steht und sich fragt warum es nicht so einfach ist, wie es in der Werbung gezeigt wurde. Es gibt eben wie überall ein paar Dinge zu beachten damit es ‚einfach funktioniert‘. Das bringt mich nun zu meinen aktuellen und nicht repräsentativen Produkt-Test. Das WLAN Mesh Netzwerk von PLUME ist wirklich einfach und kann von jedem in ca. 5 bis 10 Minuten in Betrieb genommen werden.

WLAN Setup Zeit: 5 bis 10 Minuten
  • PLUME Pod 1 wird mit LAN Kabel an den Router angeschlossen und in die Steckdose gesteckt
  • PLUME Pod 2,3,4,5…. (und so weiter) werden strategisch in der Wohnung, bzw. im Gebäude verteilt.
  • Mit der mitgelieferten App wird das WLAN benannt und ein Passwort gesetzt
  • Verbinden und fertig

PLUME (zu deutsch Feder) ist:

  • EINFACH aufzusetzen
  • EINFACH zu nutzen
  • EINFACH zu erweitern
PLUME bedeutet Feder. Federleicht ist auch der Setup von PLUME WLAN

Nun hatte ich vorgängig verschiedene Tests zu Plume gelesen in Fachpublikationen und dabei gab’s natürlich verschiedene kritische Stimmen. So wurde zum Beispiel angekreidet, dass die Reichweite der einzelnen Pods nicht so gross ist. Oder, dass man ein Cloud Konto benötigt und dadurch Informationen über das Surfverhalten an Plume gelangen.

Trotzdem hat mich das Produkt restlos überzeugt. Weil es wirklich so einfach im Setup und Betrieb ist. Und weil ich auch nachträglich über die App noch jederzeit den Status überprüfen kann. Mit jedem Handy von überall und jederzeit. Eine Erweiterung ist ebenfalls kinderleicht: Weiteren Pod kaufen, einstecken, in App andocken und fertig. Plume ist selbstlernend und erkennt den neuen Pod in kürzester Zeit.

Alle Pods im Ueberblick, PLUME App sei dank

Bei Plume stimmen alle Details. Zum Beispiel kann man den einzelnen Pods Namen geben, indem man sich mit dem Handy dem Pod nähert. Der Pod wird erkannt und man gibt am Handy den neuen Namen ein! Das ist echte Benutzerfreundlichkeit. Die Entwickler haben sich wirklich etwas überlegt und nicht einfach eine pseudo-einfache Web-Oberfläche gebastelt, wie es andere Hersteller so gerne tun.

So genug der Lobhudelei… Ich muss jetzt nach diesem längeren Artikel wieder mal meine Logitech Tastatur unter den Wasserhahn legen. Für grössere Büro-Umgebungen mit professionellen Ansprüchen gibt es übrigens auch noch Unify Ubiquity, aber dazu später mehr.