Fegefeuer der Eitelkeiten

Deine Website, Dein Name

Zuerst ein Wort in eigener Sache. Auf viel geäusserten Wunsch gibt es nun das bekannte und beliebte clickcoach Logo als T-Shirt. Greift zu solange der Vorrat reicht.

Rückblick auf das letzte Wochenende: Die von mir in einem letzten Beitrag gelobte E-ID kommt in der nächsten Zeit in der Schweiz nicht weil eine kuriose Allianz aus Staatsgläubigen und Technik-Skeptikern diese in der Volksabstimmung „gebodigt“ hat. ( das ist CH Slang für gestoppt..). Wie geht es nun weiter? Meine Prognose: Ablehnung bringt nicht Verbesserung sondern nur Verzögerung. Wir werden es in ein paar Monaten sehen und ich werde dann gerne wieder berichten.

So schöööön….

Heute möchte ich aber über ein ganz anderes Thema schreiben: die Vanity Domain. „Vanity“, zu Deutsch „Eitelkeit“. Gemeint ist eine einfach zu merkende Webadresse (auch URL genannt).

Eine URL ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, getrennt durch den Punkt. Bei der Namenswahl geht es um den mittleren und hinteren Teil. der grüne Teil (Domain Name) muss innerhalb des blauen Teils (TLD) einzigartig sein.

Praktisch überall wo Domain Namen gekauft werden können gibt es eine Seite bei der man:

  • Einen Wunschnamen eingeben kann
  • Alternativen prüfen kann
  • Preise für verschiedene TLDs vergleichen kann

So zum Beispiel auch hier bei Swizzonic

Shop für Domain Namen

Solche Adressen werden meiner Meinung nach immer unwichtiger weil praktisch jeder heute einfach den Suchbegriff bei Google oder direkt im Suchbalken des Browsers eingibt. Bei der Indexierung durch den Suchanbieter ist vor allem der Inhalt entscheidend und nur bedingt wie die Seite heisst. Trotzdem ist der Name immer noch ein grosses Business. Vor allem der Teil hinter dem Punkt, der als ‚TLD‘ bekannt ist (Top Level Domain) spült Geld in die Kasse der Domain Registrare. Aber lohnt es sich auch für Deine Website mehrere solche Namen zu besitzen? Und welcher Name ist der richtige?

Ein Name muss gut gewäht sein!

Ein ganz simpler Name wie pizza.com ist schon seit Anbeginn des Internets vergeben. COM ist die globalste und älteste aller Domains und pizza ist ein Allerweltswort, dass jeder kennt und versteht. So ein Name wird NIE mehr frei. Zwar kann man darauf bieten aber die Preise sind Verhandlungssache und wahrscheinlich unbezahlbar wennn man gerade einen neuen Pizzaladen aufmacht. Ebenfalls vergeben sind mit wenigen Ausnahmen auch länderspezifische Namen, wie pizza.ch, pizza.de, pizza.at…. Besser sieht es mit sehr lokalen Versionen aus wie pizza.cymru (Wales), pizza.okinawa (Japan).

Beliebt ist dank Apple die Variante ein I vor den Namen zu setzen (ipizza.com, ipizza.ch). Eine Spielart ist es auch, die Länderdomäne als Teil des Namens einzusetzen. Die Südsee-Insel Tonga hat mit der TLD Domain .to eine globale Marketinglücke entdeckt. Leider sind hier auch schon die besten Namen wie jump.to, fly.to, link.to durch Domain Spekulanten besetzt worden. Diese kaufen die Namen auf, blockieren sie und warten auf Angebote von interessierten Bietern.

Der Domain Spekulant, das unbekannte Wesen

Vor einigen Jahren (ab ca. 2012) kamen dann viele neue sogenannte ‚generische‘ TLDs dazu. Dies geschah spezifisch um mehr Namen zur Verfügung zu stellen. Hier gibt es nun wirklich fast alles von .COACH über .BLOG bis .ACCOUNTANT und so weiter und so fort.

Was nun nicht sinnvoll ist, wäre möglichst viele dieser Namen zu registrieren denn das ist ein wiederkehrender Kostenfaktor für die Website. Einige Domain Endungen lassen sich das wirklich was kosten. Eine länderspezifische .CH Domain kostet nur 15 Franken im Jahr aber eine .SWISS Domain kostet schon 120 Franken jährlich. Bei der letzteren Variante wird strenger kontrolliert was dahinter steckt (ist es wirklich ein Schweizer Unternehmen) und darum kann sich das durchaus lohnen wenn die Reputation besser geschützt wird. Für einen Blog wär’s wohl etwas übertrieben…..

Manche denken: Mehr Domains bringen mehr Traffic. Muss nicht sein! Es kann sogar das umgekehrte passieren. Wer unter mehreren Domains den gleichen Inhalt verlinkt, wird von den Suchmaschinen aktiv gedisst. Domain Weiterleitungen sind hingegen in Ordnung, wenn sie richtig konfiguriert werden.

Diese Seite ist sowohl als clickcoach.ch als auch unter clickcoach.blog erreichbar, wobei clickcoach.ch die primäre Version ist. Das bedeutet Kosten von ca. 30 Franken pro Jahr für beide Domains zusammen.

Die zündende Idee, ist oft zum Greifen nahe.

Um selber einen Namen zu wählen muss man sich diverse Fragen stellen:

  • Geht es um eine bestehende Marke oder etwas völlig neues?
  • Hat mein Inhalt einen regionalen Bezug oder globale Ausstrahlung?
  • Ist mein Wunschname schon besetzt oder allenfalls sogar markenrechtlich geschützt?
  • Wer sind meine Leser / Kunden?
  • Wie werde ich gefunden? Ist meine Name für Werbung in Zeitungen / Plakaten geeignet?
  • Kann man sich den Namen auch ohne Suchmaschine merken?
  • Macht sich der Name auch gut auf Visitenkarten / Briefpapier?

Die Liste ist nicht abschliessend. Wer bei einem Domain Registrar einen Namen eingibt, der schon vergeben ist wird meist gleich ein paar Vorschläge mit ähnlichen Namen bekommen zusammen mit Preisempfehlungen.

Habt ihr selber Erfahrungen mit Domain Namen gemacht? Macht mit be ider Diskussion oder schreibt über den Vorschlagshammer

Totgeglaubte leben länger

Gebührenabzocke stoppen – jetzt wechseln

Seit 2014 ist das Schweizer Bankgeheimnis faktisch tot. Mausetot.

Das Bankgeheimnis ist tot, mausetot.

Doch so wie Kuckucksuhren, das Matterhorn und Löcher im Käse hält sich das Klischee vom sicheren Nummernkonto hartnäckig. Dabei sind viele der verwalteten Kundengelder von Grosskunden schon längst nach Singapur abgewandert. Nun könnte man meinen, die Banken würden sich wieder für den Kleinkunden interessieren und würden diesen besonders attraktive Konditionen bieten. Falsch. Im Gegenteil: War das Sparkonto früher gratis muss man heute für jeden Sch…. bezahlen.

Ich möchte im speziellen zwei Dienste empfehlen und konkret feststellen was damit an Gebühren gespart werden kann.

Beträchtliches Sparpotenzial bei Internet Finanzdiensten

Aktienhandel – Empfehlung degiro.ch

degiro ist einer der grössten Online Broker in Europa, ist in 18 Ländern tätig und hat schon diverse Preise gewonnen. Der Hauptsitz befindet sich in den Niederlanden.

degiro.ch / vs. Kantonalbanken – Steuerauszug Wertschriften

Sparpotential: 100 Franken

  • Ja, Du hast richtig gelesen. bei den meisten Kantonalbanken muss der Auszug bestellt werden und wird mit 100 Franken verrechnet (Plus MWST!).
  • Bei degiro.ch wird der Steuerauszug ohne nachzufragen automatisch geliefert und kostet 0 Franken.

degiro.ch / vs. Kantonalbanken – Wertschriftenankauf / Verkauf

Sparpotential: ca. 80 bis 120 Franken

  • Wer ohne Beratung online im e-banking einen Titel kauft oder verkauft zahlt bei einer Kantonalbank pro Geschäft eine Pauschale von 40 bis 60 Franken
  • Wer bei degiro.ch Aktien kauft / verkauft zahlt im Schnitt etwa 6 Franken pro Geschäft.

Der komplette Gebührenvergleich ist hier zu finden. Der ist aber unvollständig weil die kostenlosen Serviceleistungen hier nicht drin sind. Würde man die noch dazu nehmen wären die Unterschiede noch viel grösser.

Bei Euro und Co. Zahlungen Geld sparen dank transferwise und Co.

Fremdwährungsgeschäfte – Empfehlung transferwise

Die Firma Transferwise hat schon vor 10 Jahren erkannt, dass Banken bei Thema Fremdwährungen mit versteckten Gebühren ihre Marge auf Kosten der Kunden erhöhen. Neben Geldtransfer zu fairen Bedingungen bietet Transferwise seit einer Weile auch sogenannte Multiwährungs-Kontos an. Man kann in diversen Währungen Zahlungen annehmen oder ausführen ohne zusätzliche Kontoführungskosten. Demnächst wird sich die Firma umtaufen von Transferwise auf Wise um den Wechsel vom reinen Transfer Geschäft aufzuzeigen.

transferwise vs. Banken – Geldüberweisung Euro

Sparpotenzial – bis zu 70 Euro

  • Je nach Bank kommen neben sehr unvorteilhaften Umrechnungskursen noch happige Servicegebühren dazu. Bei einer Ueberweisung von 1000 Euro können je nach Bank noch bis zu 80 Euro an Zusatzkosten abgezogen werden.
  • Bei Transferwise werden immer die aktuellen ‚Mid-Market‘ Kurse verwendet und keine selber definierten Kurse mit grosszügiger Extra-Marge. Das Gebührenmodell ist einfach und transparent. Eine Ueberweisung von EUR in CHF für 1000 CHF würde aktuell etwas 9 Euro Gebühren bedeuten.

Der komplette Gebührenvergleich ist hier zu finden. Gib direkt den Betrag ein um zu sehen was Du konkret sparen kannst.

transferwise vs. Kantonalbanken – Fremdwährungskonto

Sparpotenzial fast 80 Franken

  • Um Zahlungen in Euro ohne Fremdwährungsverluste ausführen zu können gibt es natürlich auch die Möglichkeit ein separates Euro Konto zu führen. Auch daführ zahlt man jetzt neuerdings bei den traditionellen Banken Gebühren (früher war’s gratis). Bei der ZKB sind es zum Beispiel aktuell 36 Franken.
  • Bei transferwise kostet ein Fremwährungs Konto nichts und es gibt noch eine Gratis Debitkarte dazu. (Preis Debitkarte bei Kantonalbanken ca. 40 Franken pro Jahr)
Das Mulitiwährungskonto – So funktioniert es

Fazit

Es ist ernüchternd wie viele zusätzliche Gebühren man unterdessen bei gewissen Banken für ganz alltägliche Dinge bezahlen muss und das bei erst noch schlechteren Serviceleistungen. Für Informationen, die sowieso automatisch Ende Jahr von einem Computer gemacht werden (Steuerauszug!) muss der Kunde auch noch extra in die Tasche greifen. Man wird zu Online Banking und e-Dokumenten verdonnert muss aber weiterhin die gleichen Gebühren zahlen obwohl man die Arbeit selber am Computer macht (Aktienkäufe!). Kein Wunder, dass gerade jüngere Kunden in Scharen zu den Internet-Diensten abspringen. Einige Banken haben das nun erkannt und versuchen das Steuer etwas spät herumzureissen. Ob es reichen wird?

Sicherheit

Sind Internet Finanzdienste auch sicher? Sowohl degiro als auch transferwise bieten 2-Faktor Authentisierung an. Wer Finanzdienste im Internet nutzt muss diese aktivieren, alles andere ist fahrlässig.

Im Westen was Neues

die Jagd nach dem Platzhirsch

Immer öfter findet man auf der Fernbedienung des TV Gerätes einen ‚Netflix‘ Knopf.

Push the button?

Damit kann direkt am Fernsehbildschirm auf das Streaming Angebot zugegriffen werden sofern man denn über ein Netflix Abo verfügt. Die Eingabe des Benutzernames und des Passwortes erfolgt dabei über eine eingeblendete Bildschirm-Tastatur. Natürlich braucht der Fernseher dazu eine Internet-Verbindung, meistens über ein bestehendes WLAN Netzwerk. Diese Verbindung muss schnell genug sein, damit Filme und Serien ruckelfrei und möglichst hochauflösend angezeigt werden können. Wenn sie es nicht ist, kann allenfalls ein gutes WLAN Mesh Netzwerk weiterhelfen.

Soweit, so gut. Im Westen nichts Neues (bei Prime) Aber warum muss es eigentlich ein Netflix Knopf sein? Das Netflix Angebot ist in der Schweiz zu teuer und das Angebot wird zu selten um gute Filme und Serien erweitert. Bei manchen der von Netflix selbst produzierten Serien wird leider etwas zu sehr auf Quantität statt Qualität gesetzt.

Platzhirsch Netflix vs. Sky, Amazon etc.

Unterdessen gibt es neben dem Platzhirsch Netflix noch ganz viele Streaming-Anbieter, wie zum Beispiel:

Sky verfügt über ein breites und gutes Angebot mit vielen HBO Serien und die Eigenproduktionen wirken ebenfalls professioneller. Wer auch über den Fernseher auf Sky zugreifen möchte, kann seit kurzem einen Sky TV Stick erwerben.

Und so sieht er aus:

Er kommt in einer schlichten Box (mit eigener Fernbedienung) und es is keine Anleitung dabei. Braucht es auch nicht. So nimmt man das Teil in ca. 10 Minuten in Betrieb:

  • Anschluss an einen freien HDMI Eingang am Fernseher
  • Strombezug entweder über USB Anschluss am Fernseher oder über mitgeliefertes Netzteil
  • Fernseher einschalten und über Menü die WLAN und die Sky Logindaten eingeben
  • Schauen!

Der TV Knopf ist mit Zatoo verknüpft. Die ersten 2 Monate sind beim Kauf des TV Sticks geschenkt, nachher kann man selber entscheiden ob es weitergeführt werden soll.

Der TV Stick läuft mit Android, was bedeutet, dass man über ein verknüpftes Google Konto bei Bedarf auch weitere Apps installieren und am TV Bildschirm ausführen kann. Habe ich aber ehrlich gesagt bisher noch nicht getestet, weil keinen Bedarf.

Den Netflix Knopf kann man ja nachher überkleben.

ClickCoach Basteltipp 12: Netflix Button überkleben

Area 52 (E-ID)

Ueber Identität im Netz

Schon bald wird in der Schweiz über die elektronische Identität abgestimmt, die E-ID. Ein guter Anlass um über Sicherheit im Netz nachzudenken!

Was ist eine E-ID?

Die Meinungsbildung gestaltet sich dabei als schwierig weil es sich um ein komplexes Thema handelt. Ich persönlich bin dafür. Und zwar nicht weil ich glaube, dass es sich um ein besonders innovatives Gesetz handelt sondern weil bei Annahme ein Innovationschub die Schweizer IT Branche erfassen würde. Aber warum geht es überhaupt?

Schon heute ist es möglich den Anmeldeprozess bei einer Website teilweise auszulagern. Dabei wird Authentisierung „Wer bin ich?“ von Autorisierung „Was darf ich?“ getrennt.

  • Ein ‚Service Provider‘ ist zum Beispiel ein Onlineshop, der einen Dienst anbietet.
  • Ein ‚Identity Provider‘ ist ein Dienstleister, der die Identitäten (Logins) erstellt, überprüft und verwaltet.
Ein Login, verschiedene Dienste

Ein einziges Login (Single SignOn) beim Online Shop für Elektronik oder beim Buchclub um die Ecke, das geht jetzt schon. Heute geschieht das meistens mit Facebook, Google, Apple oder Microsoft. Logge ich zum Beispiel bei digitec.ch ein habe ich die Wahl zwischen mehreren „Identity Providern“. Wem das nicht gefällt, der hat aber auch die Möglichkeit ein Konto direkt bei Digitec.ch zu eröffnen und nicht über Facebook und Co. zu gehen.

Geht denn Single-SignOn nur mit grossen amerikanischen Technologiekonzernen? Nein, überhaupt nicht. Beispiele aus der Schweiz sind:

Warum braucht’s jetzt das E-ID Gesetz wenn das doch schon alles vorhanden ist und funktioniert?

Die e-ID: Segen oder Fluch?

Die E-ID geht über das bereits bestehende hinaus indem es mit einer standardisierten Identitätsprüfung verknüpft wird. Die „Identity Provider“ stellen die Identität der angemeldeten Person sicher indem sie diese beim Bundesamt für Justiz abklären. Zudem überwacht und kontrolliert der Staat die Identity Provider, was heute eben nicht wirklich der Fall ist. Damit erhält die E-ID das staatliche Gütesiegel. Tatsächlich könnte die Identität natürlich auch anderweitig sicher gestellt werden ohne Mitwirkung des Staates. Auch das wird heute schon gemacht und ohne Gesetz. Löse ich heute zum Beispiel ein Handyabo muss ich meine ID über eine App einscannen und hochladen. Will ich bei einem Onlineshop auf Rechnung kaufen kann er vorher mein Zahlungsfähigkeit beim ZEK anfragen.

Die E-ID ist keine bahnbrechende Neuerung. Sie bringt einen standardisierten Ansatz in einem Bereich wo es heute schon viele gute Lösungen gibt. Die meisten Dienstanbieter warten beim Thema Digitalisierung zum Glück nicht auf den Staat sondern entwickeln innovative eigene Ideen. Aber nicht alle haben die finanziellen Mittel und Möglichkeiten um selber von Grund auf eine Lösung zu entwickeln. Die kleineren und mittleren Onlineshops im Internet werden bei Annahme E-ID auf eine standardisierte und allgemein akzeptierte Variante vertrauen können und werden dadurch gestärkt.

Diskutiert wird im Abstimmungskampf wie weit private Firmen die Aufgaben des Staates übernehmen sollen und ob die E-ID technisch genug durchdacht und auch sicher genug ist. Das sind Nebenschauplätze. In Wahrheit geht es um den Technologiestandort Schweiz, der mit dem Gesetz gestärkt werden soll. Ein Nein stärkt dagegen nicht den Staat sondern die grossen privaten Anbieter.

Zum Schluss noch der nicht ganz ernst gemeinte Vergleich der E-ID mit der titelgebenden Area 52. Man weiss, da ist etwas aber nicht genau was….

Und es gibt sie doch!

Keine Zigarre?

Heute: 10 Tipps für den neuen PC

Im Englischen gibt es den Ausdruck „Close, but no Cigar“. Damit ist gemeint, der zweite gewinnt keinen Blumentopf. Ein Ziel wurde fast erreicht aber eben doch nicht ganz. Kurz vor dem Berggipfel müssen wir umdrehen….

10 Tipps für den neuen PC

Der Markanteil von Windows betrug Ende 2020 im Desktop Markt um die 75 Prozent, dicht gefolgt von Mac OS mit um die 16 Prozent. Der Rest verteilt sich auf diverse Linux Versionen, Chrome OS und andere. Woran liegt es, dass sich Linux bisher bei den PC Verkäufen nicht im grossen Stil hat durchsetzen können? Es dürfte ein klassisches Huhn-Ei Problem sein. Die Auswahl an professionellen Software-Programmen macht den entscheidenden Unterschied. Mit Ubuntu gibt es eine Linux Variante, die schon ganz nahe am Ziel ist.

Ich habe mir selber vor einiger Zeit einen Zweit-PC mit Ubuntu installiert und war positiv überrascht wie einfach alles funktioniert hat und wie praktisch alles für den End-User aufgebaut war. Es gab natürlich das eine oder andere Aergernis, dass mit ein bisschen Recherche vorher meinerseits gut hätte vermieden werden können. Diese 10 Tipps sollen euch helfen, mit Ubuntu schneller und effektiver zu starten.

Schneller zum Ziel…
  • Ubuntu Tipp 1:
    • Eine LTS Version installieren. Also nicht die neuste Version wählen (20.10 aktuell) sondern lieber 20.04 (LTS). LTS steht für Long Term Support was heisst, dass man auch nach vielen Jahren noch Unterstützung für die Version findet und auch schneller zu kompatibler Software und aktuellen Treibern kommt.
    • Ein Beispiel dazu: Ubuntu 20.10 unterstützt leider bis heute meinen Canon Tintenstrahldrucker nicht aber unter 20.04 hat jemand einen Treiber dafür geschrieben. Siehe auch https://ubuntu.com/about/release-cycle
  • Ubuntu Tipp 2:
    • Die Hardware ist genau wie bei Windows sehr wichtig. Investiere die gesparte Windows Lizenz in einen aktuellen Intel Prozessor oder eine bessere Grafikkarte. Kaufe keine exotische Hardware, für die dann gar keine Treiber verfügbar sind. Warum nicht ein schnuckeliger Mini-PC von Intel?
  • Ubuntu Tipp 3:
    • Nicht zu sehr auf Office fixieren. Erstens wird zu Ubuntu eine kostenlose Version von Open Office mitgeliefert. Open Office Dateien sind kompatibel zu Microsoft Office. Ich kann problemlos meine Word Dateien im Open Office öffnen und weiter bearbeiten. Zweitens kann jeder der ein Office 365 Abo hat die Dateien direkt in einem Browser (Firefox, Opera, Chrome…) bearbeiten.
  • Ubuntu Tipp 4:
    • Alternativen suchen. Videoschnitt, PDF Editor, Musikprogramme, Bildbearbeitung etc. Für fast alles gibt es mehrere Linux Varianten, die ebenbürtig sind oder besser.
  • Ubuntu Tipp 5:
    • Herstellerseiten prüfen. Wusstest Du, dass beliebte und verbreitete Programme wie Zoom oder Teams auch für Ubuntu unterstützt werden? Schau direkt beim Hersteller ob eine Linux Variante verfügbar ist. Wenn es keine gibt, frag danach.
Huhn oder Ei? Du entscheidest.
  • Ubuntu Tipp 6:
    • Alten Windows PC behalten. Es wird trotz allem Programme geben, die (noch) nicht auf Ubuntu laufen. Will ich wegen ein oder zwei Programmen die Möglichkeit mit Ubuntu zu arbeiten aufgeben? Einfacher ist es in einen USB Switch zu investieren und die staubige Windows-Kiste nur bei Bedarf aufzustarten.
  • Ubuntu Tipp 7:
    • Die Cloud ist Dein Freund. Cloud-Anbieter wie Spotify, Apple+ etc. wollen so viele Nutzer wie möglich erreichen und daher unterstützen sie direkt oder indirekt die Nutzung Ihrer Angebote auf Linux Systemen. Es gibt offizielle Linux Clients von CyberGhost, Spotify, Teams, Zoom und vielen mehr!
  • Ubuntu Tipp 8:
    • Lerne von anderen. Da Ubuntu immer beliebter wird findest Du die Lösung zu einem Problem (gibt es einen Treiber für xyz? Wie installiere ich Software abc?) meistens schnell auf einem der Ubuntu Community Seiten, oft mit detaillierter Schritt-für-Schritt Anleitung.
  • Ubuntu Tipp 10:
    • Nutze Dual-Boot. Du kannst Ubuntu neben Deinem Windows Betriebsystem installieren und beim Aufstarten zwischen den Systemen wählen.
Vom kleinen Licht zum Feuerwerk – Sei ein Ubuntu Pionier

Hast Du bereits Erfahrungen mit anderen Betriebsystemen gemacht? Hast Du eine Frage an den Coach? Nutze unseren Hammer um an der Diskussion teilzuhaben.

Pinky und Brain

Das selbe wie jeden Abend?

Mein Internet ist langsam, was kann ich dagegen tun?

Blog Leser B. aus W. (Name der Redaktion bekannnt).

Wer kennt noch diese beiden symphatischen von Spielberg erfundenen Mäusehelden aus den 90er Jahren?

Die beiden versuchen jeden Abend auf’s Neue die Welt zu beherrschen und scheitern dabei immer wieder grandios.

Folgendes berühmte Zitat haben die Mäusehelden dabei leider nicht berücksichtigt:

Die Definition von Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei andere Resultate zu erwarten.

Albert Einstein

Wenn das Internet ‚langsam‘ ist, dann ist bei vielen der erste Reflex das Abo zu erhöhen. Das geht oft schnell über einen Telefonanruf beim Support oder ein paar Klicks auf der Website des Anbieters.

Dann kommt die Ernüchterung: Es ist nicht schneller geworden! Was jetzt? Eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit? So würde Pinky handeln. Eine andere Variante wäre jetzt die Erhöhung wieder rückgängig zu machen weil es ja nichts gebracht hat.

Achtung: Manche Anbieter führen Upgrades kostenlos und sofort durch aber machen diese nur kostenpflichtig und mit Wartefrist wieder rückgängig.

Vorisicht vor Kostenfallen!

Aber was würde Brain tun oder Einstein? Als erstes sollten wir uns die Frage stellen was langsam ist. Stockt der Netflix Film immer mal wieder? Dauert es lange bis eine bestimmte Seite angezeigt wird? Wenn es der Netflix Film ist, kann es auch sein, dass der PC eine ältere Grafikkarte oder einen zu langsamen Prozessor hat. Da können wir die Internet-Geschwindigkeit erhöhen und erhöhen und es bleibt doch langsam. Ein guter Weg um das festzustellen ist es einfach mal über einen anderen PC zu versuchen.

Im Beitrag Speedy Gonzales habe ich das Thema des Flaschenhalses angesprochen. Eine 10GB Internetleitung ist Perlen vor die Säue geworfen wenn wir über eine langsame WLAN Verbindung ins Netz gehen. Nur wenn alle Komponenten die gleiche Geschwindigkeit unterstützen kann die volle Leistung erzielt werden. Das geht vom eigenen PC über den Netzwerkanschluss bis zum Server auf der anderen Seite.

Wo sind meine Perlen?

Im Beitrag Licht ins Dunkel erkläre ich wie man sein eigenes Heimnetzwerk ausleuchtet. Selbst wenn man nicht eine Grossfamile hat oder in einer WG lebt, kann das nützlich sein um zu erkennen was die Internetbandbreite schmälert. Holt sich der „intelligente“ Kühlschrank alle 15 Minuten ein Firmware Update beim Hersteller und blockiert somit meinen Netflix-Abend mit Freunden?

Ein weiterer Punkt sind ‚Helferprogramme‘ oder ähnliches auf dem eigenen System oder im Heimnetzwerk. Es kann sein, dass ein Antivirus Programm so eingestellt ist, dass es täglich einen kompletten Scan des PCs auf Schadsoftware durchführt. Das benötigt aber Prozessorleistung und die fehlt dann an anderen Orten. Nicht das Internet ist langsam, sondern der PC! Es gibt auch notorische Bandbreiten-Staubsauger wie Steam oder BitTorrent. Diese sind so eingestellt, dass die Internetleitung möglichst effektiv genutzt wird. Im „Nach mir die Sintflut“ Modus, nutzen sie dann 100 Prozent der Bandbreite und es ist nicht mehr möglich vernünftig Filme zu schauen bei Netflix und Co.

Das heisst nicht, dass ein Abowechsel zu einem besseren Angebot nicht sinnvoll wäre. Wenn zu tieferen Monatskosten die gleiche oder sogar höhere Bandbreite verfügbar ist, dann lohnt es sich oft zuzugreifen und gutes Geld zu sparen.

Konfuzus, der Weise spricht: Ohne Not da wechsle nicht.

Zusammengefasst nochmal diese Tipps:

  • Flaschenhälse identifizieren (LAN statt WLAN)
  • Helferprogramme und Bandbreiten-Fresser deaktivieren
  • Auf aktuelle Hardware achten
  • Den PC als Bremser ausschliessen (anderen PC ausprobieren)

Habt ihr euch auch schon ein schnelleres Internet gewünscht? Was sind eure Erfahrungen mit Internet Anbietern? Verwendet den Vorschlagshammer um eure Ideen einzubringen.

Speedy Gonzales

Arriba! Arriba!

Wer kennt sie nicht, die schnellste Maus von Mexiko? Arriba, arriba!

Schnell, schneller, am schnellsten!

Mit dem neuen Jahr kam bei mir jetzt auch ein neuer Internet-Provider ins Haus. Als Stadt-Zürcher profitiere ich schon länger vom gut-ausgebauten Glasfaser-Netz und dem Wettbewerb der Anbieter. Zum Wechsel bewogen hat mich ein einwöchiger Unterbruch der Verbindung nach einem Kabelbruch. 4G WLAN Hotspot über das Mobiltelefon ist einfach nicht gleichwertig. Vom Kundendienst wurde ich von Pontius zu Pilatus geschickt und wieder zurück. In Zürich ist das Glasfasernetz in vielen Stadtkreisen in der Verantwortung des Elektrizitätswerkes (EWZ) aber auch wenn es immer das gleiche Netz ist, man muss sich für einen Dienstanbieter (zu neudeutsch: Service Provider) entscheiden. Bei Ausfällen schieben sich nun Service Provider und Netzverantwortlicher jeweils den Ball zu. Geholfen hat schlussendlich ein Telefon an den eigentlichen Dienstleister, der die Kabel verlegt. Dieser ist wiederum eine 100-prozentige Tochter der Firma Swisscom. Warum war das Kabel überhaupt beschädigt? Eine Baustelle in der Nähe und ein unvorsichtiger Baggerfahrer und mehr muss ich hier nicht sagen, oder?

Natürlich ist das eine Klage auf hohem Niveau. Eine Woche ist ja kein Weltuntergang. Blöd einfach, wenn man gerade zum permanenten Home Office verdonnert wurde und auf diese Leitung angewiesen ist. Als Gewohnheitstier wäre ich nun vielleicht doch beim aktuellen Anbieter geblieben aber dann stiess ich auf das Angebot von Salt.

Gleichviel zahlen bei zehnfacher Geschwindigkeit? Ok, mein Interesse ist geweckt und schlimmer kann es ja nicht werden. 🙂 Online bestellt und schon wenige Tage später bekomme ich die Salt Fiber Box frei Haus geliefert. Mein einziger Kritikpunkt: Das Ding ist einfach etwas unförmig und gross! Zum Vergleich hier ein Apple TV Teil nebem einem Salt Böxlein…

Der weisse Riese?

Aber das Riesending ist offenbar von einem bekannten Designer mitentworfen worden, dann ist es ja ok. Spass beiseite: Die Inbetriebnahme war sehr einfach und schon nach wenigen Minuten genoss ich das neue Angebot.

„10GB! Schnellstes Internet der Schweiz!“ Bei solchen und ähnlichen Werbeangeboten muss man natürlich immer sehr aufpassen. Wenn ich einen Speedtest mache bei cnlab oder Ookla, dann erreiche ich bestenfalls 1GB also ein Zehntel der angepriesenen Geschwindigkeit. Das ist aber logisch, denn es handelt sich um einen ‚End-to-End‘ Test. Mit anderen Worten, nur wenn alle Systeme in der Kette auch 10 GB Anschlüsse haben, kann ich überhaupt die angepriesene Geschwindigkeit erreichen. Das ist so wie wenn man mit dem Velo versucht auf der Autobahn zu fahren. Da kann man treten und treten und wird doch nicht die 120 km/h erreichen… Da meine Netzwerkkarte eine 1GB Karte ist und auch mein Ethernet-Switch nur mit 1GB unterwegs ist, bleibt 10 GB voerst ein Traum. 10 GB wird zwar immer preiswerter aber das wird warscheinlich noch ein paar Jährchen dauern bevor der 08/15 PC aus dem MediaMarkt standardmässig eine 10GB Netz NIC verbaut hat.

Mit dem Rennvelo auf die Autobahn?

Warum kann es sich trotzdem lohnen heute schon ein 10 GB Abo zu lösen:

  • Wenn ich meine Internetleitung mit anderen im Haushalt teile
  • Wenn ich gleichzeitig mehrere grosse Dateien herunterladen möchte
  • Wenn ich für die Zukunft gerüstet sein möchte

Und wenn ich das Salt Abo wähle, ist das nicht einmal teurer als ein vergleichbares 1GB Abo eines Konkurrenten.

Wie alle Dienstanbieter versucht auch Salt seine Kunden mit Bundles zu locken. Für Handy-Abonnenten gibt es Zusatzrabatte. Auch werden Extra-Dienste wie Salt TV angeboten, die aber kostenpflichtig sind. Ich rate grundsätzlich von Bundles ab, da ein vermeintlich günstiges Angebot von der Anbieterseite mit einem Vertragszwang und mehrjährigen Verträgen abgesichert wird. Wenn ich nun während der Laufzeit ein besseres Angebot finde, kann ich nicht wechseln bis der Vertrag abgelaufen ist oder ich muss eine hohe Wechselgebühr bezahlen.

Ich bin nun seit 2 Tagen auf Salt und mein zugegeben etwas subjektiver Eindruck ist, dass sich das Angebot lohnt. Knacknuss ist aber auch hier der Kundenservice. Sollte sich der als schlecht herausstellen, bin ich „Arriba, Arriba“ wieder weg, so wie die schnellste Maus von Mexiko.

Gesunde Salate

Lieber ClickCoach, ich möchte eine neue Website aufschalten. Welche Dienstanbieter soll ich wählen?

Blog Leser H. aus V. (Name der Redaktion bekannt)

Gerade an den Weihnachstagen geben wir gerne Geld aus um andere zu beschenken und Festtags-Freude zu bereiten. Im Januar kommt dann das grosse Wehklagen weil das Budget durch die Mehrausgaben ein wenig aus dem Lot geraten ist…. Der nächste logische Schritt ist es, nach Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Ist ein Abo für eine gedruckte Zeitung noch zeitgemäss oder ist das ein Luxus, den ich mir weiter gönnen will? Brauche ich ein TV Abo für 200 Kanäle, wenn ich sowieso immer nur Netflix schaue? Es ist besser, sich diese Fragen das ganze Jahr über zu stellen und nicht erst dann wenn die Kasse knapp wird. Anbieter locken uns mit Vergünstigungen bei mehrjährigen Abschlüssen aber das bedeutet auch, dass die Kündigungsfristen sehr restriktiv sind und im schlimmsten Fall müssen wir für den Austritt noch eine extra Gebühr bezahlen. Das ist ärgerlich und unnötig!

Clever auswählen, tiefere Kosten

Das gleiche Prinzip trifft auch bei Websites zu, denn gerade wenn man ein neues Projekt auf die Beine stellt ist man schnell in einem „Tunnelmodus“ und es muss erstmal schnell und einfach sein. Das rächt sich dann später weil sich gewisse Dienste nur mit viel Mühe oder Extrakosten umziehen lassen. Die Anbieter werden versuchen ‚Bundles‘ zu machen und Zusatzdienste zu verkaufen. Oder es wird etwas weg gelassen was eigentlich selbsverständlich ist (z.B. die Möglichkeit DNS Einträge zu bearbeiten) und man muss extra dafür bezahlen.

Ganz wichtig und bevor das erste Mal die Kreditkarte gezückt wird:

  • Möglichst wenige Zusatzdienste lösen und Preise vergleichen
  • Prüfen was im Basispaket drin ist (oder eben fehlt)
  • Zusatzdienste erst lösen wenn sie benötigt werden

Beispiele für gute (kundenfreundliche) / schlechte Preispolitik:

  • Als gar nicht kundenfreundlich empfinde ich zum Beispiel das Vorgehen für DNS Aenderungen eine zusätzliche Gebühr zu verlangen (swizzonic)
  • Bei namecheap gefällt mir, dass die ‚Privacy Services‘ bereits im Grundpreis dabei sind
  • WordPress.com ist die kommerzielle Alternative zu wordpress.org und kostet deutlich mehr. Es ist aber nicht einfach die Website umzuziehen, was aber kundenfreundlich wäre.
Zuerst prüfen, erst dann Kreditkarte zücken!

Die folgende Tabelle macht ein paar ausgewählte Vorschläge zu Dienstanbietern. Nehmen wir als Beispiel ein Startup, das über das Internet ganz neu und frisch besonders gesunde Salate aus dem eigenen Garten verkaufen möchte. Grundsätzlich empfehle ich nur Firmen und Dienstleister mit denen ich schon selber gearbeitet habe und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Die Kosten sind wichtig aber es nützt nichts, wenn ein Anbieter günstig ist und einen grottigen Support anbietet.

Was?Wer?Warum?
Domain registrieren
(gesundesalate.ch)
namecheap.comTransparent, günstig, professioneller Support, viele Dienste im Grundpreis dabei ohne Mehrkosten
SSL Zertifikat lösen
(https://shop.gesundesalate.ch)
namecheap.comditto
e-Mail / Office
(info@gesundesalate.ch)
office365.comUnschlagbares Paket aus verschiedenen Collaborations-Diensten, je nach Abo mit oder ohne Software
Telefonie
0800-SALATE
sipcall.chVOIP Lösungen, Softphones, Internet Telefonie etc. (und siehe auch Modernes Telefonieren
Website Hosting
http://www.gesundesalate.ch
wix.comGeniale Websites mit wenigen Klicks zusammenstellen, ohne viel Vorwissen (Name unglücklich gewählt für deutschsprachigen Raum…)
Blog
blog.gesundesalate.ch
wordpress.orgIm Gegensatz zu WordPress.com ist das kostenlos!

Diese Liste ist nicht vollständig, es fehlen zum Beispiel noch Bezahldienste mit Links zu Paypal / Kreditkartenzahlungen etc. Hier sammle ich momentan noch Erfahrungen. Was habt ihr selber für Erfahrungen mit Hosting Anbietern gemacht sowohl positiver als auch negativer Art? Meldet es über den Vorschlaghammer.

Photo by Vladislav Murashko on Pexels.com

Das ist der letzte Beitrag vor den Festtagen und es bleibt mir nur noch allen Lesern schöne Weihnachten und ein frohes neues Jahr zu wünschen!

Zeit ist Geld

Take it easy

Lieber ClickCoach: Gibt es beim genialen Produkt ‚Plume‘ (Mesh Netzwerk) nur Vorteile oder wann würdest Du es eher nicht empfehlen?

Frage an den ClickCoach von Blog-Leserin G. aus U. (Name der Redaktion bekannt)

In einem früheren Beitrag habe ich über Plume berichtet. Das ist ein Mesh WLAN, dass durch sein elegantes Design und den einfachen Setup beeindruckt. Mesh WLAN ist ein Marketing Ausdruck für ein „intelligentes“ WLAN bei dem mehrere Access Points sich automatisch miteinander verbinden und ein möglichst flächendeckendes Netz bilden. Es gibt hier unterdessen sehr viele Anbieter und Produkte aber persönlich gefällt mir Plume sehr gut weil es eben in ca. 5 Minuten in Betrieb genommen werden kann.

Plume gibt’s schon länger (das Video ist von 2018) und es wird stetig weiter entwickelt. Gerade die Einfachheit macht es zum Verkaufsschlager. Auch ich bin immer noch ein Fan und was ich hier Berichte ist aus Praxistests und nicht einfach nachgebetet aus Produkt-Prospekten. Aber wie jedes Produkt gibt es auch die ‚dunkle Seite‘ (Die Macht ist stark in Dir Luke…)

Plume selbst spricht von ‚Adaptive Wifi‘ und hat gemäss eigenen Angaben bereits über 20 Millionen Haushalte erreicht. Plume ‚lernt‘ welche Geräte angeschlossen sind, welche Websiten besucht werden und nutzt das Gelernte um die WLAN Verbindungen stetig zu verbessern.

Das ist ja einfach! Wo ist der Haken?

Im Klartext heisst das, es ist ein ‚Phone Home‘ Produkt, dass Informationen an die Firma Plume weitergibt. Was macht Plume mit den Daten? Keine Ahnung weil, das steht nirgends so genau. Ich habe mir die Mühe gemacht den ‚Legal Disclaimer‘ (auch bekannt als CYA (Cover your Ass) zu lesen auf der Plume Website und da wird es klarer:

„You acknowledge and agree that Plume reserves the right to, and may from time to time, monitor any and all information transmitted or received through the Plume HomePass Services for operational and other purposes“

Wenn man Plume kauft ist fast immer ein ‚HomePass‘ Abo schon dabei. Plume unterscheidet zwischen einem ‚aktiven‘ Modus (ständige Optimierung) und einem passiven Modus. Passiv bedeutet, das Abo ist abgelaufen und es wird nicht mehr „optimiert“. Aber: Das HomePass Abo beinhaltet eben auch viele Sicherheits-Features und filtert gefährliche Internet-Seiten. Aber seit Spiderman wissen wir: ‚mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung‘ Man übergibt hier ein Stück Verantwortung an den Hersteller und hofft, dass er es schon gut machen wird. Das ist aber eigentlich immer so, egal ob ich telefoniere, Zeitung lese oder Kreuzworträtsel beantworte. Wenn ich einen Service nutze muss ich mich auf den Anbieter verlassen können, sonst kaufe ich das Produkt nicht. Aus diesem Grund bleiben viele bei Swisscom und wechseln nicht weil ‚man sich kennt‘ und auf das Image vertraut. Darum stufe ich das nicht als sehr negativ ein, denn ein Anbieter der sehr viele Kunden hat wird seine Reputation schützen wollen und sich gut überlegen was er tut sonst ist er schnell weg vom Fenster. Wichtiger wäre sowieso beim Surfen im Internet nicht alles zu glauben.

Eignet sich Plume auch für das Büro?

Plume ist für Heimnetzwerke entwickelt worden und im Business Umfeld kann es sein, dass es nicht sofort funktioniert wie es in der Werbung versprochen wird (Staun!). Hier ein paar Tipps meinerseits:

  • Plume hat nebem den ‚Automatic‘ Mode für das Netzwerk noch einen ‚Router Mode‘. Dieser findet sich in der App im Untermenü ‚Adapt‘ versteckt hinter dem Zahnradsymbol. Dann vergibt Plume selber IP Adressen an verbunden Geräte.
  • Die beschriebene ‚Phone Home‘ Funktion kann nur funktionieren wenn die Seiten unter ‚*.plumenet.io‘ am Router nicht blockiert werden. Zu Hause kein Problem, im Büro oft eben schon.
  • Ein Plume Gerät ist klein und mobil. Ich kann es zu Hause ausstecken und dann im Ferienhaus wieder anschliessen und es läuft einfach. Es sollten aber unbedingt alle Geräte am gleichen Standort sein, da sie ja sonst kein Netz bilden können!
  • Den Plume nur mit Einverständnis oder in eigenen Räumlichkeiten anschliessen (also nicht im Büro ein eigenes WLAN installieren weil’s so praktisch ist). Sonst gibt’s Aerger mit dem Admin!

Ich würde ehrlich gesagt Plume auch nicht für grössere Umgebungen empfehlen, dafür ist es meiner Meinung nach auch nicht entwickelt worden. Hier gibt es bessere Lösungen wie zum Beispiel Ubiquiti. Aber in Kleinbetrieben kann es durchaus eine sinnvolle Lösung sein weil man das einfach und schnell in Betrieb nehmen kann.

Fazit: Plume ist kein Security Produkt. Es geht um ‚Convenience‘, es soll einfach sein. Dafür zahlt man einen gewissen Preis in zweierlei Hinsicht, den es ist auch nicht das günstigste Produkt auf dem Markt. Aber die eigene Zeit ist auch etwas wert, oder?

Hast Du selber Erfahrungen mit Plume gemacht oder hast ein anderes Thema, dass Dich interessiert? Schreib es dem Coach über den Vorschlagshammer.

„Wir können den Wind nicht ändern aber wir können die Segel richtig setzen.“

–Aristoteles

Licht ins Dunkel

Ein Netzwerkscanner, sie alle zu finden

Letzte Woche hatten wir die neue Leserseite vorgestellt, bei der ihr selber Themen vorschlagen könnt. Die dort gestellten Fragen werde ich an dieser Stelle regelmässig aufgreifen und beanworten.

Das Netzwerk entdecken

„Ich habe die Uebersicht über mein Heimnetzwerk verloren. Wie finde ich heraus welche Geräte bei mir im Netz gerade aktiv sind?“

Frage an den Coach von A. aus Z.

Diese Frage von A. aus Z. (Name der Redaktion bekannt) ist sehr spannend und ein gutes Thema für den Coach. Tatsächlich besteht die Tendenz, dass heute alles vernetzt ist, von der Kaffeemaschine über den Kühlschrank bis zum Teesieb. Alles ist heute ‚Smart‘ was bedeutet, dass es auf irgendeine Art mit dem Internet oder zu neudeutsch mit der allumfassenden ‚Cloud‘ verbunden ist. Oft genügt es das Gerät mit einem LAN Kabel oder über WLAN an den Router oder Switch anzuschliessen. Anders als im geschäftlichen Umfeld sind die Netze zu Hause meistens offen:

  • Die Netzwerkanschlüsse sind offen und jedes Gerät kann angeschlossen werden
  • Der Router vergibt automatisch eine IP Adresse
  • Die Firewall (wenn es eine gibt) lässt ausgehenden Traffic ohne Einschränkungen zu
Einstecken und nutzen – aber was dann?

Bei Computern setzen sich langsam aber sicher auch zu Hause einige Minimalstandards durch auch bedingt durch die vielen Medienberichte zu Cyberattacken. Die sogenannte ‚Awareness‘ stellt sich ein, was einfach heisst, dass man sich der Gefahr bewusst ist. Diese Vorsichtsmassnahmen sind sicher zu empfehlen:

  • Aktuelles Antivirusprogramm
  • Firewall einschalten
  • Softwareupdates regelmässig einspielen
  • Keine leicht zu erratenden Passwörter
Kleine Mittel, grosse Wirkung

Bei IoT (Internet der Dinge) sollten diese Punkte auch beachtet werden aber auf Grund fehlender Standards und einer grossen Anzahl von Anbietern ist es einiges schwieriger hier die Uebersicht zu behalten. Der erste Schritt dazu ist überhaupt zu wissen was sich gerade alles im eigenen Heimnetzwerk tummelt.

Am besten ist es, solche Sachen laufend zu dokumentieren bei Neuanschaffungen und gleich aufzuschreiben aber das geht natürlich im Trubel gerne mal vergessen. Doch nicht verzagen, es gibt Tools um das versäumte auch später noch nachzuholen.

Nmap ist ein kostenloses Open Source Tool für Network Mapping. Zenmap ist ein GUI für die Bedienung des Tools und es eignet sich absolut auch für Anfänger auf diesem Gebiet.

Das Netzwerk ausleuchten mit Zenmap

Bitte das Tool nicht in fremden Netzen (zum Beispiel bei der Arbeit) laufen lassen, ausser Du möchtest den Netzwerkadministrator näher kennen lernen. Ein Portscan ist ein Hinweis auf eine Cyberattacke und wenn er entdeckt wird könnten unangenehme Fragen gestellt werden! Zu Hause bist Du selbst der Chef deines LANs und darfst scannen nach Herzenslust.

Sehr viele Heimnetzwerke nutzen einen privaten IP Range im Bereich 192.168.0.0/24. Diese Adressen werden vom Internet Router vergeben, den man meistens ‚kostenlos‘ vom Provider zum Abo erhalten hat (also über das Abo mitbezahlt / mietet).

Nach dem Download und der Installation von Zenmap wird eine spartanische aber effektive Benutzeroberfläche präsentiert:

Dein Netzwerk, das unbekannte Wesen!

Nach Eingabe einiger weniger Angaben kann es losgehen:

  1. Das Ziel ist ihr lokales Netzwerk. 192.168.0.0/24 dürfte bei vielen ein guter Startpunkt sein.
  2. Die Art des Scans bestimmt einerseits die Dauer aber auch welche Art von Informationen abgefragt werden. Für einen schnellen Ueberblick eignet sich der ‚Quick Scan‘. Ein ‚Intense Scan‘ geht tiefer, dauert aber auch einiges länger.
  3. Ein Klick auf ‚Scan‘ startet den Prozess.
Wadde hadde Du da?

Und so könnte es aussehen…

  1. Wir sehen die IP Adressen aller momentan aktiven Geräte im Netz. Ausgeschaltete Geräte werden nicht angezeigt.
  2. Für jedes Gerät sehen wir die offenen Ports. Port 53 ist zum Beispiel ein DNS Port.

Wenn ein Port (Dienst) offen ist im internen Netz ist das erstmal nicht schlimm. Die meisten Geräte bieten ja irgendwas und man muss sich damit verbinden können. Der Port 53 ist hier zum Beispiel offen weil ein Router DNS Abfragen für die internen Geräte auflösen muss. Weniger gut ist es wenn man von aussen auf das Gerät kommt und vielleicht noch ohne ein Passwort. Ein Beispiel ist eine Baby-Webcam, die das Kinderzimmer im Auge behält. Da möchte man nicht, dass fremde Augen mitschauen oder mithören. Oder ein e-mail Server über den anonyme Nutzer aus dem Internet Spam verschicken. Auch das kann man testen aber dazu schreiben ich nächstes Mal mehr.

Für’s erste möchte ich euch an Herz legen:

  • Installiert euch den Scanner
  • Lasst ihn in eurem internen Netz laufen
  • Macht euch ein Bild von den Geräten und Diensten, die bei euch aktiv sind
  • Nutzt die Feiertage um Passwörter zu wechseln und Software auf den neuesten Stand zu bringen

Ist euch beim Scannen des eigenen Netzwerkes etwas ungewöhnliches aufgefallen? Habt ihr Geräte gefunden, von denen ihr gar nichts gewusst habt? Nutzt euer Nachbar euer WLAN mit? Schreibt dem Coach oder nutzt den Vorschlaghammer.

„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“

–Albert Camus.