Fegefeuer der Eitelkeiten

Deine Website, Dein Name

Zuerst ein Wort in eigener Sache. Auf viel geäusserten Wunsch gibt es nun das bekannte und beliebte clickcoach Logo als T-Shirt. Greift zu solange der Vorrat reicht.

Rückblick auf das letzte Wochenende: Die von mir in einem letzten Beitrag gelobte E-ID kommt in der nächsten Zeit in der Schweiz nicht weil eine kuriose Allianz aus Staatsgläubigen und Technik-Skeptikern diese in der Volksabstimmung „gebodigt“ hat. ( das ist CH Slang für gestoppt..). Wie geht es nun weiter? Meine Prognose: Ablehnung bringt nicht Verbesserung sondern nur Verzögerung. Wir werden es in ein paar Monaten sehen und ich werde dann gerne wieder berichten.

So schöööön….

Heute möchte ich aber über ein ganz anderes Thema schreiben: die Vanity Domain. „Vanity“, zu Deutsch „Eitelkeit“. Gemeint ist eine einfach zu merkende Webadresse (auch URL genannt).

Eine URL ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, getrennt durch den Punkt. Bei der Namenswahl geht es um den mittleren und hinteren Teil. der grüne Teil (Domain Name) muss innerhalb des blauen Teils (TLD) einzigartig sein.

Praktisch überall wo Domain Namen gekauft werden können gibt es eine Seite bei der man:

  • Einen Wunschnamen eingeben kann
  • Alternativen prüfen kann
  • Preise für verschiedene TLDs vergleichen kann

So zum Beispiel auch hier bei Swizzonic

Shop für Domain Namen

Solche Adressen werden meiner Meinung nach immer unwichtiger weil praktisch jeder heute einfach den Suchbegriff bei Google oder direkt im Suchbalken des Browsers eingibt. Bei der Indexierung durch den Suchanbieter ist vor allem der Inhalt entscheidend und nur bedingt wie die Seite heisst. Trotzdem ist der Name immer noch ein grosses Business. Vor allem der Teil hinter dem Punkt, der als ‚TLD‘ bekannt ist (Top Level Domain) spült Geld in die Kasse der Domain Registrare. Aber lohnt es sich auch für Deine Website mehrere solche Namen zu besitzen? Und welcher Name ist der richtige?

Ein Name muss gut gewäht sein!

Ein ganz simpler Name wie pizza.com ist schon seit Anbeginn des Internets vergeben. COM ist die globalste und älteste aller Domains und pizza ist ein Allerweltswort, dass jeder kennt und versteht. So ein Name wird NIE mehr frei. Zwar kann man darauf bieten aber die Preise sind Verhandlungssache und wahrscheinlich unbezahlbar wennn man gerade einen neuen Pizzaladen aufmacht. Ebenfalls vergeben sind mit wenigen Ausnahmen auch länderspezifische Namen, wie pizza.ch, pizza.de, pizza.at…. Besser sieht es mit sehr lokalen Versionen aus wie pizza.cymru (Wales), pizza.okinawa (Japan).

Beliebt ist dank Apple die Variante ein I vor den Namen zu setzen (ipizza.com, ipizza.ch). Eine Spielart ist es auch, die Länderdomäne als Teil des Namens einzusetzen. Die Südsee-Insel Tonga hat mit der TLD Domain .to eine globale Marketinglücke entdeckt. Leider sind hier auch schon die besten Namen wie jump.to, fly.to, link.to durch Domain Spekulanten besetzt worden. Diese kaufen die Namen auf, blockieren sie und warten auf Angebote von interessierten Bietern.

Der Domain Spekulant, das unbekannte Wesen

Vor einigen Jahren (ab ca. 2012) kamen dann viele neue sogenannte ‚generische‘ TLDs dazu. Dies geschah spezifisch um mehr Namen zur Verfügung zu stellen. Hier gibt es nun wirklich fast alles von .COACH über .BLOG bis .ACCOUNTANT und so weiter und so fort.

Was nun nicht sinnvoll ist, wäre möglichst viele dieser Namen zu registrieren denn das ist ein wiederkehrender Kostenfaktor für die Website. Einige Domain Endungen lassen sich das wirklich was kosten. Eine länderspezifische .CH Domain kostet nur 15 Franken im Jahr aber eine .SWISS Domain kostet schon 120 Franken jährlich. Bei der letzteren Variante wird strenger kontrolliert was dahinter steckt (ist es wirklich ein Schweizer Unternehmen) und darum kann sich das durchaus lohnen wenn die Reputation besser geschützt wird. Für einen Blog wär’s wohl etwas übertrieben…..

Manche denken: Mehr Domains bringen mehr Traffic. Muss nicht sein! Es kann sogar das umgekehrte passieren. Wer unter mehreren Domains den gleichen Inhalt verlinkt, wird von den Suchmaschinen aktiv gedisst. Domain Weiterleitungen sind hingegen in Ordnung, wenn sie richtig konfiguriert werden.

Diese Seite ist sowohl als clickcoach.ch als auch unter clickcoach.blog erreichbar, wobei clickcoach.ch die primäre Version ist. Das bedeutet Kosten von ca. 30 Franken pro Jahr für beide Domains zusammen.

Die zündende Idee, ist oft zum Greifen nahe.

Um selber einen Namen zu wählen muss man sich diverse Fragen stellen:

  • Geht es um eine bestehende Marke oder etwas völlig neues?
  • Hat mein Inhalt einen regionalen Bezug oder globale Ausstrahlung?
  • Ist mein Wunschname schon besetzt oder allenfalls sogar markenrechtlich geschützt?
  • Wer sind meine Leser / Kunden?
  • Wie werde ich gefunden? Ist meine Name für Werbung in Zeitungen / Plakaten geeignet?
  • Kann man sich den Namen auch ohne Suchmaschine merken?
  • Macht sich der Name auch gut auf Visitenkarten / Briefpapier?

Die Liste ist nicht abschliessend. Wer bei einem Domain Registrar einen Namen eingibt, der schon vergeben ist wird meist gleich ein paar Vorschläge mit ähnlichen Namen bekommen zusammen mit Preisempfehlungen.

Habt ihr selber Erfahrungen mit Domain Namen gemacht? Macht mit be ider Diskussion oder schreibt über den Vorschlagshammer

Veröffentlicht von Click Coach - Approach the Coach

I’ve been working in IT for over 20 years, mainly within the Microsoft world. Over the years, I’ve come across the same questions and problems again and again. On my blog, I share tips and tricks on all kinds of IT topics. It’s not meant for IT pros — but they’re welcome to read along too! 😊

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