
Seit 2014 ist das Schweizer Bankgeheimnis faktisch tot. Mausetot.
Doch so wie Kuckucksuhren, das Matterhorn und Löcher im Käse hält sich das Klischee vom sicheren Nummernkonto hartnäckig. Dabei sind viele der verwalteten Kundengelder von Grosskunden schon längst nach Singapur abgewandert. Nun könnte man meinen, die Banken würden sich wieder für den Kleinkunden interessieren und würden diesen besonders attraktive Konditionen bieten. Falsch. Im Gegenteil: War das Sparkonto früher gratis muss man heute für jeden Sch…. bezahlen.
Ich möchte im speziellen zwei Dienste empfehlen und konkret feststellen was damit an Gebühren gespart werden kann.

Aktienhandel – Empfehlung degiro.ch
degiro ist einer der grössten Online Broker in Europa, ist in 18 Ländern tätig und hat schon diverse Preise gewonnen. Der Hauptsitz befindet sich in den Niederlanden.
degiro.ch / vs. Kantonalbanken – Steuerauszug Wertschriften
Sparpotential: 100 Franken
- Ja, Du hast richtig gelesen. bei den meisten Kantonalbanken muss der Auszug bestellt werden und wird mit 100 Franken verrechnet (Plus MWST!).
- Bei degiro.ch wird der Steuerauszug ohne nachzufragen automatisch geliefert und kostet 0 Franken.
degiro.ch / vs. Kantonalbanken – Wertschriftenankauf / Verkauf
Sparpotential: ca. 80 bis 120 Franken
- Wer ohne Beratung online im e-banking einen Titel kauft oder verkauft zahlt bei einer Kantonalbank pro Geschäft eine Pauschale von 40 bis 60 Franken
- Wer bei degiro.ch Aktien kauft / verkauft zahlt im Schnitt etwa 6 Franken pro Geschäft.
Der komplette Gebührenvergleich ist hier zu finden. Der ist aber unvollständig weil die kostenlosen Serviceleistungen hier nicht drin sind. Würde man die noch dazu nehmen wären die Unterschiede noch viel grösser.

Fremdwährungsgeschäfte – Empfehlung transferwise
Die Firma Transferwise hat schon vor 10 Jahren erkannt, dass Banken bei Thema Fremdwährungen mit versteckten Gebühren ihre Marge auf Kosten der Kunden erhöhen. Neben Geldtransfer zu fairen Bedingungen bietet Transferwise seit einer Weile auch sogenannte Multiwährungs-Kontos an. Man kann in diversen Währungen Zahlungen annehmen oder ausführen ohne zusätzliche Kontoführungskosten. Demnächst wird sich die Firma umtaufen von Transferwise auf Wise um den Wechsel vom reinen Transfer Geschäft aufzuzeigen.
transferwise vs. Banken – Geldüberweisung Euro
Sparpotenzial – bis zu 70 Euro
- Je nach Bank kommen neben sehr unvorteilhaften Umrechnungskursen noch happige Servicegebühren dazu. Bei einer Ueberweisung von 1000 Euro können je nach Bank noch bis zu 80 Euro an Zusatzkosten abgezogen werden.
- Bei Transferwise werden immer die aktuellen ‚Mid-Market‘ Kurse verwendet und keine selber definierten Kurse mit grosszügiger Extra-Marge. Das Gebührenmodell ist einfach und transparent. Eine Ueberweisung von EUR in CHF für 1000 CHF würde aktuell etwas 9 Euro Gebühren bedeuten.
Der komplette Gebührenvergleich ist hier zu finden. Gib direkt den Betrag ein um zu sehen was Du konkret sparen kannst.
transferwise vs. Kantonalbanken – Fremdwährungskonto
Sparpotenzial fast 80 Franken
- Um Zahlungen in Euro ohne Fremdwährungsverluste ausführen zu können gibt es natürlich auch die Möglichkeit ein separates Euro Konto zu führen. Auch daführ zahlt man jetzt neuerdings bei den traditionellen Banken Gebühren (früher war’s gratis). Bei der ZKB sind es zum Beispiel aktuell 36 Franken.
- Bei transferwise kostet ein Fremwährungs Konto nichts und es gibt noch eine Gratis Debitkarte dazu. (Preis Debitkarte bei Kantonalbanken ca. 40 Franken pro Jahr)
Fazit
Es ist ernüchternd wie viele zusätzliche Gebühren man unterdessen bei gewissen Banken für ganz alltägliche Dinge bezahlen muss und das bei erst noch schlechteren Serviceleistungen. Für Informationen, die sowieso automatisch Ende Jahr von einem Computer gemacht werden (Steuerauszug!) muss der Kunde auch noch extra in die Tasche greifen. Man wird zu Online Banking und e-Dokumenten verdonnert muss aber weiterhin die gleichen Gebühren zahlen obwohl man die Arbeit selber am Computer macht (Aktienkäufe!). Kein Wunder, dass gerade jüngere Kunden in Scharen zu den Internet-Diensten abspringen. Einige Banken haben das nun erkannt und versuchen das Steuer etwas spät herumzureissen. Ob es reichen wird?
Sicherheit
Sind Internet Finanzdienste auch sicher? Sowohl degiro als auch transferwise bieten 2-Faktor Authentisierung an. Wer Finanzdienste im Internet nutzt muss diese aktivieren, alles andere ist fahrlässig.