
Die Festtage rücken näher und das bringt mich zu meinem heutigen Thema: Die Festnetznummer…

Das Wort Festnetznummer stammt aus einer Zeit als noch strikt zwischen Festnetz und Mobilnetz unterschieden wurde. Wenn man von einer Festnetznummer sprach ging es in der Regel um eine stationäre Nummer, die fix einem Standort zugeordnet werden konnte. In der Schweiz haben solche Nummern meist kantonale Vorwahlen wie 044 oder 043 (Zürich), 031 (Bern) etc. aber auch 058 (Firmenkunden Swisscom). Dagegen gibt es Nummern aus dem Mobilnetz wie 079 (Swisscom) oder anderer Anbieter wie Salt oder Sunrise und weitere (076,078….). ‚Früher‘ konnte guten Gewissens angenommen werden, dass wenn mein Telefon einen eingehenden Anruf ankündigt und auf dem Display eine 031 Nummer steht, eine Person mit Wohnsitz in Bern anruft und zwar ziemlich sicher von zu Hause. Das höchste der Gefühle war vielleicht noch ein Funktelefon um aus dem Garten anzurufen bei einem kalten Getränk. Oft war es sogar möglich die eingehende Nummer über eine Telefonbuchsuche direkt und ortsgenau zuzuorden. Denn ‚früher‘ war es noch verbreitet und auch üblich sich offiziell ins Schweizer Telefonbuch eintragen zu lassen. Neuer Wohnort hiess dann meist auch neue Telefonnummer. Rief ein Bekannter von einer neuen Nummer an, dann war er definitiv umgezogen.

Heute bedeuten Nummern nichts mehr und man fragt sich warum es sie überhaupt noch braucht. Wenn ich im Internet surfe gebe ich ja auch nicht die IP Adresse ein, sondern einen Namen (URL) und der wird im Hintergrund automatisch umgewandelt (DNS). So gesehen kann man die Telefonnummer als Vorläufer und Wegbereiter der IP Adresse sehen. So wie wir einer IP4 Adresse ansehen können ob der Besitzer in den USA oder China sitzt, so wissen wir auf Grund der internationalen Vorwahl ob eine Telefonnummer zur Schweiz (+41) oder zu Deutschland (+49) gehört. Aus Gewohnheit und weil sich das so etabliert hat, wird es beibehalten auch wenn Ort und Nummer nichts mehr so direkt miteinander zu tun haben. Wer über WhatsApp oder Zoom oder ähnliches telefoniert dem ist die Nummer sowieso meist schnurz, er klickt einfach auf einen Link.

Mit dem Wechsel von der analogen zur digitalen Technik sind Internet und Telefonie zusammen gewachsen. Die Nummer kann man heute mitnehmen zum neuen Telefonprovider, wenn man das möchte. Diejenigen, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind geben ohne zu Zögern die Festnetznummer ganz auf, denn sie bedeutet nur Kosten. Auf der anderen Seite wird eine Festnetznummer von vielen noch immer fälschlichweise als seriöser angesehen. Eine Firma die keine Festnetznummer hat, wird nicht von allen gleich ernst genommen. Es ist ein ‚No-Go‘ so wie wenn man keine feste Postadresse hätte. Dabei ist es sehr einfach eine solche Telefonnummer zu erhalten und diese angeblich stationären Nummern sind schon lange nicht mehr ortsgebunden. Der Werbe-Anruf der Krankenkasse auf der 031 kann genauso gut aus Indien kommen wie aus Ostermundigen. Als neue Firma könntest Dir als Wettbewerbs-Vorteil auch eine lokale Nummer in jedem Kanton lösen obwohl Du nur einen Mitarbeiter in einem fensterlosen Kellerraum in einem trostlosen Zürcher Vorort hast.

Was braucht es um eine Festznetznummer zu lösen und zu nutzen?
- Einen SIP Provider
- Eine Kreditkarte (oder andere Zahlungsmöglichkeit)
- Einen SIP Client (das kann ein Telefon sein oder eine Sofware)
- Einen Internetanschluss (oder ein Mobiltelefon)
In der Schweiz empfehle ich eigentlich immer www.sipcall.ch. Ein Start ist kostenlos (ohne Verbindungskosten) möglich aber es gibt auch preiswerte Flatrate-Angebote für Vieltelefonierer.
- Du kannst eine Nummer aus einem beliebigen Vorwahlbereich wählen aus allen 26 Kantonen (eben auch 031!)
- Die Portiertung bestehender Nummern ist gegen einen kleine Gebühr auch möglich
- Die Aufschaltung ist blitzschnell innert weniger Minuten erledigt
Wer ein Mobiltelefon hat installiert nachher die SipCall App auf dem Handy und schon ist man empfangsbereit und zwar egal ob man gerade am Strand auf Mallorca oder zu Hause vor dem PC sitzt.
Zusätzliche Funktionen über das Portal von www.sipcall.ch:
- Nummern sperren (Schluss mit Krankenkassen-Werbung!)
- Individuelle Umleitungen einrichten
- Persönlicher Anrufbeantworter
Oft werden einem heute angeblich kostengünstige ‚Bundles‘ aufgeschwatzt, bei denen man gleichzeitig TV, Internet, Mobiltelefon, und Fixnet-Nummer abonniert mit einer mehrjährigen schwer kündbaren Vertragsanbindung. Wer aber wenig fern sieht und telefoniert sollte lieber in ein gutes Internet-Abo investieren und dann einen SIPProvider auswählen, der einen echten Mehrwert bietet und den man bei Bedarf auch wieder wechseln kann.
Es kann nicht schaden über die Festtage über das Festnetz nachzudenken. 🙂

