
Manchmal sieht man ja Newsbeiträge, kratzt sich kurz am Kopf und denkt „Hmmm… ist das wirklich so passiert?“. Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben oder als nahe Verwandte und nach Geldbeträgen verlangen und damit auch tatsächlich „Erfolg“ haben! Gerade ältere Personen sind im Fokus von solchen extrem gemeinen Aktionen. Es gibt aus meiner Sicht keinen grösseren Abschaum als Menschen, die sich an der Gutgläubigkeit von älteren oder schwächeren Mitbürgern bereichern.
Heute soll es um eine spezielle Variante dieser fiesen und hinterhältigen Masche gehen. Das Phishing über das Internet. Wir besuche also eine Seite und plötzlich gibt es da ein Pop-Up und eine Meldung „Ihr Computer ist gefährdet, handeln Sie jetzt!“ Vielleicht ist noch eine Telefonnummer hinterlegt, wo bereits „Microsoft Mitarbeiter“ warten um zu „helfen“.

Ich habe letzhin spasseshalber auf eine solche Nummer angerufen und sogleich antwortete mir ein „Peter“ in gebrochenem Deutsch… Kann sein, dass mir dann das eine oder andere Kraftwort über die Lippen gekommen ist. Es gibt wirklich aus meiner Sicht nichts was schlimmer ist als diese hinterhältige Abzocke.

Nun gut, jetzt kommt die Frage wie wir uns effektiv gegen eine Ausbeutung schützen können. Ein Antivirus Programm hilft nur beschränkt, da es in der Regel erst eingreift wenn der Schaden schon passiert ist. Die Websiten sind ja nicht virenverseucht sondern täuschen einfach falsche Tatsachen vor. Man soll/darf/muss dann schon bald seine Kreditkarten-Daten angeben um eine vermeintliche Bedrohung abzuwenden!

Ich habe gute Erfahrungen mit OpenDNS.com gemacht. Das Unternehmen wurde zwar vom Netzwerk-Giganten Cisco gekauft aber der Basisdienst mit der Abwehr der Phishing Sites is weiterhin kostenlos. Was gefällt mir an OpenDNS? Es ist sehr ‚Low Tech‘, was bedeutet, dass die technischen Hürden sehr tief sind und es praktisch jeder nutzen kann. Alles was man tun muss, ist als DNS Server die Einträge von OpenDNS übernehmen und schon ist man einiges sicherer als vorher im Internet unterwegs. Ursprünglich hatte ich mir den Service als Kinder- und Familienschutz gegen Seiten für Erwachsene angeschaut. Das Problem dort ist, dass ja die meisten Teenager relativ einfach den Schutz umgehen können indem sie andere DNS Server eintragen. Aber bei Senioren, die von irgendwelchen hinterhältigen Betrügern über’s Ohr gehauen werden, ist das nicht das Problem.
Wie funktioniert das?
- Man löst ein Konto bei OpenDNS
- Man definiert über das WebPortal die Schutzstufe (Tief, Mittel, Hoch)
- Man setzt auf dem Netzwerk die DNS Einstellungen, so dass nur die Server von Open DNS verwendet werden
Wenn ich nun im Browser z.B. http://www.casinowinnner.com eingebe, dann wird OpenDNS zuerst prüfen ob die aufgerufene Site in eine der blockierten Kategorien (z.B. Glücksspiel) fällt. Wenn ja, wird der Zugriff nicht erlaubt. So kann den Mistkerlen, die versuchen alte Leute auszunutzen das Handwerk ohne grosse technische Installationen gelegt werden. Für solche Sachen würde man sonst eine teure Firewall mit Abo brauchen. OpenDNS ist bis jetzt aber vollkommen kostenlos.
Danke OpenDNS, dass ihr mithelft das Internet auch für die ältere Generation sicher zu machen und gleichzeitig Betrügern und Profiteuren das Leben schwer macht.
Liebe Blog-Leser, probiert es bitte aus unter http://www.opendns.com und sagt es auch weiter!